Hier finden Sie große und kleine Tabletts ohne Griffe, sogenannte salver.

Klicken Sie auf ein Bild und sehen Sie die vergrößerte Bildergalerie. Wenn Sie weitere Details oder Bilder benötigen - gerne!

Kein Tafelsilber ist so vielfältig in Form, Größe und Gestaltung wie Tabletts.
Ob für Teekannen und -service oder zum Servieren von Speisen und Getränken aller Art.
Ob aufrechtstehend zur Präsentation, liegend für feine Karaffen oder als Geschenk mit Widmung.
Man bekommt sie rund, eckig und oval.
Mit Griffen (im englischen tray genannt) oder ohne Griffe (im englischen salver genannt).
Mit Füßen, ohne Füße und als tazza mit Mittelfuß.
Auch mit hochgezogenem Rand als sog. Galerietabletts.
Dazu in allen Größen, von Längen oder Durchmessern unter 15 cm bis zu über 80 cm.
Die Ränder von schlicht bis Rokoko oder durchbrochen.
Der Spiegel unverziert oder graviert. Dazu mit und ohne crest oder Wappen.
Und auch schon mal mit Holzboden oder Holzgriffen.
Bis zum 2. Viertel des 18. Jahrhundert findet man vor allem tazzas und salver, also Tabletts OHNE Griffe.
Größere Tabletts MIT Griffen erst ab dem letzten Viertel.
Die Formen des 18. JH sind die Klassiker und man findet sie auch aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die elegantesten stammen sicher die aus der Zeit von George III., also von 1760-1820.

Vier häufige Mängel, auf die Sie beim Kauf achten sollten, sind:
- Verzogene Tabletts, die nicht mehr plan aufliegen bzw. durch verbogene Füße wackelig stehen.
- Ausschleifungen im Zentrum - wo Gravuren entfernt wurden - führen zu dünnen Stellen und zur Instabilität.
- Blindpolierte Gravuren. Wobei man da das Alter bis zu einem gewissen Grad schon berücksichtigen kann.
- Dellen und tiefe Kratzer, die man nicht mehr rauspolieren kann.
Die Politur ist Geschmacksache und von Fall zu Fall zu entscheiden.
Bei nicht verzierten Tabletts - vor allem neueren Datums - investiere ich meist in eine Maschinenpolitur.
Bitte berücksichtigen Sie den Politurstand auch bei evtl. Preisvergleichen. An zerkratzen Tabletts werden Sie keine Freude haben - und professionelle Polituren sind teuer!
Bei alten Tabletts "beschränke" ich mich meist auf eine intensive Handpolitur, um den antiken Charakter und
die Schärfe der Gravuren zu erhalten.
Auf jeden Fall sind alle meine Tabletts sauber und sofort nutzbar!


1797   James Darquits   London

ca. 38 cm lang, 27 cm tief und 978 Gramm schwer
Elegantes ovales George III Tablett, 225 Jahre alt.
Das Teeservice dient der Größendarstellung und gehört nicht zu diesem Angebot.
1250 €



1960    Asprey    London

Durchmesser ca. 31 cm und 918 Gramm
Sehr elegante Form. Wäre das Tablett 250 Jahre früher gefertigt worden, wäre der Preis 5-stellig.
1250 € (ohne Karaffe)

 


1777   Richard Rugg   London
ca. 31 cm Durchmesser und 895 Gramm schwer.
1350 € (ohne Karaffe)



1933   Robert Stewart   Sheffield
ca. 38 x 38 cm und 1910 Gramm schwer.

Zeitlos schlichtes Tablett mit schwerer Haptik!
1895 € (ohne Service)



1750     William Peaston   London
ca. 39 cm im Durchmesser und 1490 Gramm schwer.
Vielseitige Größe. Prachtexemplar mit sehr schönem Wappen.
2250 €



1782   Crouch + Hannam    London
ca. 37 cm Durchmesser und 1430 Gramm schwer.

Die aufwändigen Perlränder findest man fast ausschließlich zwischen 1780 und 1785.
2250 €



1917   Mappin + Webb   London

ca. 35 x 35 cm und 1417 Gramm schwer.
Ganz wunderbares Tablett mit schwerer Haptik!
2250 €



1779   Richard Rugg   London

ca. 40 cm lang, 32 cm breit und 1340 Gramm schwer.

Rugg war Spezialist für salver. Man findet etliche. Aber ganz selten in dieser Qualität und mit den zeitgemäßen Verzierungen im Adam-Stil. Und noch viel seltener in ovaler Form! Perfekt für 3-teilige Teeservice und vieles mehr.
Die beiden crests mit Motto sind vom MacDowall Clan (re) und der Familie Untercombe (li).
2695 €

 


1789   Robert Sharp   London

38 cm Durchmesser und 1,6 kg. Sehr schwere Qualität in super Zustand!
2750 € (ohne Kelche)



1830   Edward Power   Dublin

Durchmesser 42 cm und 1753 Gramm
2750 €


1793     John Crouch + Thomas Hannam     London
ca. 45 cm breit,  32 cm tief und 1633 Gramm schwer.
Diese ovalen Tabletts sind so selten und so gut.
2950 €



1776   Robert Makepiece + John Carter   London

Diese ovalen George III Tabletts sind so selten und gut!
Erstklassiges großes Tablett aus dem Besitz eines Erzbischofs.
ca. 43 cm breit, 34 cm tief und 1630 Gramm schwer.
2950 €



1824    Edward Barton    London

ca. 66 cm Durchmesser und 7,5 kg schwer!
In den 1820er Jahren - der Regierungszeit von George IV, der englischen Version von Ludwig Sonnenkönig - wurde das prunkvollste Silber gefertigt. Es war auch die Zeit der großen runden Präsentations-Tabletts. Edward Barton war der Spezialist für die extravaganten Stücke und dieses hier ist schon aufgrund seiner Größe und des Gewichts ein ganz besonderes Exemplar.

Der gegossene Rand ist extrem fein und aufwändig gemacht, mit separaten Motiven in jedem Viertel und in 3-dimensionaler Darstellung.
Exakt das gleiche Tablett wurde - ebenfalls im Jahre 1824 - vom Duke of Cambridge aquiriert. Die hauchdünne Goldauflage ist Geschmacksache, rechtfertigt aber zumindest vom Materialwert her nicht den Preis von 74500 USD (plus rund 30 % Gebühren), der 2012 bei Christies erzielt wurde.
https://www.christies.com/lot/lot-5610857
2004 wurden dort "nur" knapp 30` plus Gebühren für den salver fällig. Und heute können Sie ihn für 125000 Pfund bei Pash Antique in London Mayfair erwerben.
Ach, das ist doch alles nix gegen unsere verdeckte Inflation ;-)
Mein Exemplar wurde im Jahre 1832 an Benjamin Godfrey Windus (1790 - 1867) verliehen, einem Herrn, der mindestens so interessant ist wie der Duke. Für sein Engagement im "Court of Common Council", dem wichtigsten Entscheidungsgremium der City of London Corporation.
Ein langjähriges Engagement, das vielleicht nicht zufällig im Jahre 1832 endete, dem Todesjahr seines Vaters, in dem Herr Windus ein großes Vermögen erbte und sich ab dann seiner großen Leidenschaft widmete: Der Förderung und Sammlung von Aquarellkunst, vor allem von Joseph Mallord William Turner, dem wohl bedeutendsten bildenden Künstler Englands in der Epoche der Romantik. Windus hatte die umfangreichste Turner Sammlung, von der - einschließlich seiner beiden Kinder - John Scarlet Davies 1835 ein Gemälde schuf, welches sich heute im Britisch Museum befindet.

Hier finden Sie bei Interesse weitere Hintergründe:
https://www.turnerintottenham.uk/bg-windus.html
Kommen wir zum Preis: Es gibt - abgesehen von dem o.g. Exemplar für 125000 GBP - kein vergleichbares Exemplar auf dem Markt. Nur ein paar ganz wenige in fast gleicher Größe, aber mit viel einfacheren Rändern. (Siehe Koopman Foto oben)

Ich habe nicht die Absicht, solche Preise aufzurufen.
Preis auf Anfrage

Da das Prachtstück nicht in mein Fotozelt passt, muss ich improvisieren. Immerhin zeigt das Foto auf der handelsüblichen Waschmaschine die Größe.