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Demnächst in diesem Kino:



1824   Edward Barton     London

ca. 66 cm Durchmesser und 7,5 kg schwer!

 In den 1820er Jahren - der Regierungszeit von George IV, der englischen Version von Ludwig Sonnenkönig - wurde das prunkvollste Silber gefertigt. Es war auch die Zeit der großen runden Präsentations-Tabletts. Edward Barton war der Spezialist für die extravaganten Stücke und dieses hier ist schon aufgrund seiner Größe und des Gewichts ein ganz besonderes Exemplar.

Der gegossene Rand ist extrem fein und aufwändig gemacht, mit separaten Motiven in jedem Viertel und in 3-dimensionaler Darstellung.

Exakt das gleiche Tablett wurde - ebenfalls im Jahre 1824 - vom Duke of Cambridge aquiriert. Die hauchdünne Goldauflage ist Geschmacksache, rechtfertigt aber zumindest vom Materialwert her nicht den Preis von 74500 USD (plus rund 30 % Gebühren), der 2012 bei Christies erzielt wurde.

https://www.christies.com/lot/lot-5610857

2004 wurden dort "nur" knapp 30` plus Gebühren für den salver fällig. Und heute können Sie ihn für 125000 Pfund bei Pash Antique in London Mayfair erwerben.

Ach, das ist doch alles nix gegen unsere verdeckte Inflation ;-)

Mein Exemplar wurde im Jahre 1832 an Benjamin Godfrey Windus (1790 - 1867) verliehen, einem Herrn, der mindestens so interessant ist wie der Duke. Für sein Engagement im "Court of Common Council", dem wichtigsten Entscheidungsgremium der City of London Corporation.

  Ein langjähriges Engagement, dass vielleicht nicht zufällig im Jahre 1832 endete, dem Todesjahr seines Vaters, in dem Herr Windus ein großes Vermögen erbte und sich ab dann seiner großen Leidenschaft widmete: Der Förderung und Sammlung von Aquarellkunst, vor allem von Joseph Mallord William Turner, dem wohl bedeutendsten bildenden Künstler Englands in der Epoche der Romantik. Windus hatte die umfangreichste Turner Sammlung, von der - einschließlich seiner beiden Kinder - John Scarlet Davies 1835 ein Gemälde schuf, welches sich heute im Britisch Museum befindet.

Hier finden Sie bei Interesse weitere Hintergründe:

https://www.turnerintottenham.uk/bg-windus.html

Kommen wir zum Preis: Es gibt - abgesehen von dem o.g. Exemplar für 125000 GBP - kein vergleichbares Exemplar auf dem Markt. Nur ein paar ganz wenige in fast gleicher Größe, aber mit viel einfacheren Rändern.

Trotzdem kann ich einen Preis ausrufen, der noch darunter liegt.

17500 €

(Versand nach Absprache, den kann man nicht einfach in einen Karton packen!)

Da das Prachtstück nicht in mein Fotozelt passt, improvisiere ich hier erst einmal mit geklauten Fotos in ungeputztem Zustand. Natürlich wird er strahlen, wenn er bei Ihnen ankommt ;-)



1757    Charles Frederick Kandler     London

ca. 30 cm hoch und zusammen über 4,2 kg schwer.

Für die Zeit ungewöhnlich große und schwere Kerzenleuchter, gestempelt für eine hochinteressante Persönlichkeit der damaligen Silberszene. Grimwade schreibt über ihn:
"The idendity of this highly important maker remains a baffling mystery. His name is obviously German and it would seem reasonable to think, from the highly plastic quality of so much of his work, that there is some connection with the Meissen porcelain modeler of the same name."

Auf Deutsch würde der Silberschmied Karl Friedrich Kändler heißen und der bedeutendste Porzellanmodelleur der Zeit - tätig natürlich für Meissner Porzellan - war Johann Joachim Kändler (1706-1775). Lebens- und Schaffenszeit der beiden sind sehr ähnlich. Welche Verbindung auch immer zwischen den beiden bestand, bleibt erst einmal ein Rätsel.
Beide Ka(ä)ndlers haben einmalige Kunstwerke geschaffen. Diese Leuchter sind aber kein exklusives Kandler-Design, sondern wurden um 1760 herum in verschiedenen Größen von verschiedenen Silberwerkstätten vertrieben. Trotzdem ist ein 4er-Set natürlich ein ganz seltener Fund. Ich habe nur 2 weitere gefunden, wie Sie auf 2 der Fotos sehen.
Deutlich kleiner, leichter und teurer!
Meine Leuchter habe ich intensiv aber schonend handpoliert. Natürlich kann man bei so dickem Silber auch eine Maschinenpolitur machen. Dann sehen sie aus "wie neu". Die Entscheidung überlasse ich aber gerne dem Käufer.
16000 €



1688   Lawrence Coles   London

ca. 36 cm Durchmesser und 1141 Gramm schwer.

Ein extrem seltenes Museumsstück: Große Schale aus dem 17. Jahrhundert.

Diese Art der Verzierungen im chinesichen Stil (genannt Chinoiserie) war beliebt zwischen etwa 1670 und 1700. Naturgemäß haben wenige Stücke überlebt. Man findet die Verzierungen auf Stücken mit unterschiedlichsten Meistermarken und es ist davon auszugehen, dass es einen Betrieb gab, der auf dieses Verzierungen spezialisiert war und für die diversen Silberschmieden Auftragsarbeiten erledigte. Die Verzierungen wurden nicht graviert, sondern im sog. flat chasing Verfahren erzeugt. Beim chasen wird das Silber von außen nach innen / zur Seite verdrängt, aber nicht entfernt. Ist ein bisschen wie Treibarbeit von außen, nur feiner. Deshalb sieht man die Verzierungen bei dieser Schale auch leicht auf der Außenseite.

Die bedeutendste Sammlung hatte wohl Mr. Ortiz, sie wurde vor 30 Jahren bei Sotheby`s versteigert (letztes Foto).

Dass die Meistermarke auf dieser Schale einem Silberschmied zugeordnet werden kann, ist ebenfalls selten. Denn eine klare Erfassung von Zeichen und Namen gab es erst wieder ab 1697. Alte Aufzeichnungen wurden beim großen Londoner Feuer 1666 und dann noch einmal beim Brand der Goldsmiths Hall im Jahr 1681 zerstört. Zwar hat man 1682 wieder begonnen, die Meistermarken auf Kupferplatten zu verewigen - aber ohne den Klarnamen. Viele sind bis heute nicht identifiziert.

5950 € RESERVIERT



1886-1938   Porto / Portugal

ca. 42 cm Durchmesser und 1627 Gramm schwer
Im Stile George II. mit ungewöhnlichem gestuften Rand.
1850 € RESERVIERT



1825   Alexander Edmonstoun III.   Edinburgh

ca. 22 cm hoch, 863 Gramm schwer und 1,5 Liter Fassungsvermögen.
Typisch schottische Wein- oder Bierkanne.
1690 €  RESERVIERT



ca. 1800   Maria Pixell (ausgestellt 1793 - 1811)   England
"A Berkshire View"
ca. 91 cm breit und 77 cm hoch. Leinwand alleine 66 cm / 52 cm.

Signiert. Zusätzlich rückseitig auf Rahmen signiert und betitelt "A Berkshire View".
Ein über 200 Jahre altes, wandfertig doubliertes und gereinigtes Ölgemälde dieser Qualität, in Top-Zustand und mit einem so wertigen Rahmen aus dem späten 18. Jahrhundert ist schon eine Seltenheit. Noch seltener waren zu dieser Zeit weibliche Künstlerinnen! Maria Pixell stellte von 1793 bis 1811 aus in der Royal Academy of Art sowie von 1809 -11 in der British Institution. Einige ihrer Werke sind im Besitz des National Trust und hängen in Arlington Court.
https://artuk.org/discover/artists/pixell-maria-d-18118950 €
8950 € RESERVIERT



ca. 1786   Robert Pinkney   Newcastle

ca. 31 cm hoch und 957 Gramm schwer.

Sehr feine Kaffeekanne aus der Provinz. Die Stempelung ohne Jahresbuchstaben und Stadtmarke war für Pinkney typisch. Das findet man hin und wieder in der Provinz - ähnlich wie in Dublin zu der Zeit. Andrew Campbell in Newcastle bietet eine Sauciere an mit den gleichen Stempel. Er datiert diese aber 1770, was mich verwundert. Als Geordie sollte er wissen, dass auch in Newcastle der Kopf von George III. als Steuermarke erst ab 1786 gepunzt wurde. Abgesehen davon ist diese Kannenform hier mit dem Hut-Deckel absolut typisch für Newcastle um 1786.

1850 €



1788   Henry Chawner   London
ca. 16 cm lang, 13,5 cm breit und 130 Gramm schwer.
325 € RESERVIERT



1836-43    Porto / Portugal

ca. 31 cm hoch, 1287 Gramm schwer und 2 Liter Fassungsvermögen.
Gewaltige und sehr schwere Teekanne aus 958er Silber!

Vor 1881 wurden Silberwaren in Portugal/Porto mit der Stadtmarke gekennzeichnet, die eine sehr hohe Legierung von mind. 958/1000 garantierte. Hier Porto-Stadtmarke für 1836-43.
Zur Meistermarke AMS habe ich keinen Klarnamen, aber das ist der normal bei alten Portugiesen.
1950 €


 

1900   Alfred Augustus Glendening (1861-1907)   England
"Picking Roses"

Dieses Aquarell mißt ohne Rahmen ca. 40 x 30 cm. Mit Rahmen ca. 53 x 43 cm.
Signiert und datiert 1900. Top-Zustand in neuem Rahmen.
Wertvolles Museumsglass, das Reflektionen und UV-Strahlung auf ein Minimum reduziert. Wandfertig!
2950 €



ca. 1920   Mooreiche   England

Außen ca. 41 cm breit, 27 cm tief und 16 cm hoch.
Maße oben innen: ca. 38 cm x 24 cm x 6 cm
1 Schublade innen ca. 36 cm x 23 cm. Innenhöhe 5,4 cm.
Außen sauber polierter Originalzustand. Innen neu bezogen mit Samt in Royal-Blau.
Schloss funktioniert, Schlüssel dabei.
495 €



1818   Charles Thomas Fox   London

Teekanne alleine ca. 16 cm hoch, 831 Gramm schwer und 1,5 Liter Fassungsvermögen. Gesamtgewicht 1,6 kg Sterling Silber.

Diese Art von Teeservice war vor 200 Jahren sehr beliebt. Es wurden also viele hergestellt, somit sind auch noch etliche vorhanden. Aber nicht in dieser Qualität und diesem Zustand!

Gefertigt in der Qualitätswerkstatt der Familie Fox, mit hochwertigem eingelassenem Scharnier und Vergoldungen an Zuckerschale und Milchkännchen, kommt es hier im Original-Zustand bis hin zum originalen Elfenbeinstopper unter der Krone.

Die Zuckerschalen waren damals so groß, weil es als Zeichen großen Wohlstands galt, viel Zucker reichen zu können. Heute kann man diese Schale auch perfekt nutzen für Gebäck oder Konfekt.

2795 €



ca. 1865   Schmuckschatulle Coromandel / Ebenholz     England

ca. 30 cm breit, 23 cm tief und 13 cm hoch

Herausnehmbares Tablett mit Einteilungen für Schmuck. Messingeinlagen. Neu ausgekleidet mit purpurfarbenem Samtstoff und schwarzem Seidenpapier. Scharniere und Schlossabdeckung versilbert und aufwendig verziert.

Mit funktionierendem Schloss und Schlüssel.

950 €



1816-1825   Eley + Fearn   London

Design: "Fiddle / Spaten"

Besteck für 12 Personen / 84 Teile aus über 3 kg Sterling Silber.

Natürlich gewogen ohne die neuwertigen, modernen (v. 1997) Messer mit Edelstahlklingen.

200 Jahre altes, handgeschmiedetes Besteck in Top-Zustand!

6500 €



20. JH    Pierard    950er Silber

ca. 63 cm lang, 36 cm tief und 2589 Gramm schwer.

Solche hocheleganten Art Deco Tabletts mit auf Silberplatte gesetzten Palisandergriffen sind extrem selten. In all den Jahren ist es erst das 2. dieser Art, das ich ergattern konnte. Man sieht sie ab und an versilbert, aber so gut wie nie in 950er Silber. Dieses hier ist gestempelt mit Pierard 950 ARGENT. Es ist garantiert aus 950er Silber, aber ich kann nichts sagen zur Herkunft und damit auch keine Zeitangabe machen.

So ist das mit den Stempeln schon mal auf dem Kontinent ... Frankreich und Belgien waren die Hochburgen des Art Deco und das Tablett ist wahrscheinlich für einen Juwelier gefertigt worden in Paris oder Brüssel - wobei 950er Silber für Paris spricht. Wären die Stempel von Puiforcat oder Lapparra drauf, würde sich niemand wundern - aber es würde DEUTLICH mehr kosten.

3750 € (ohne das Service, das parallel angeboten wird)