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In der Infothek finden Sie eine neue Rubrik:
"Teekannen im Wandel der Zeit"

Seit 25 Jahren bin ich auf der Jagd nach preiswerten und gebrauchsfähigen antiken Teekannen. Die Vielfalt der Formen begeistert mich immer wieder. Einen Überblick finden Sie jetzt auch in der Infothek, in der neuen Rubrik "Teekannen im Wandel der Zeit"

Auch hier bei den Neuigkeiten werden Sie in den nächsten Wochen wieder erstklassige Teekannen finden.


Beginnen möchte ich bewußt mit einer Teekanne, die nicht "perfekt" ist. 
Aber wer ist das schon nach über 230 Jahren?
Trotzdem kann an ihrem Beispiel gezeigt werden, worauf Sie achten sollten bei der Jagd nach vermeintlichen "Schnäppchen".

1790   William Vincent   London

Teekanne ca. 16 cm hoch (auf Tablett 18 cm), 482 Gramm schwer und mit einem Fassungsvermögen von 0,7 Litern.
Das dazugehörige Original-Tablett (teapot stand) wiegt 151 Gramm.

Am Beispiel dieser Kanne möchte ich auf die Unterschiede von guter Normal-Ware zu makellosen Spitzenstücken hinweisen. Und warum letztere einfach mehr kosten.

Die hier angebotene Kanne ist ein durchaus feines Teil, mit Original-Tablett. Aber sie ist nicht perfekt, sondern in einem Zustand, wie er auf dem Markt oft angeboten wird. Leider bekommt man - gerade von Auktionshäusern und auf Ebay - im Vorfeld der Auktion oft keine exakten Zustandsbeschreibungen.

Der Griff wurde wohl vor 100 Jahren mal ausgetauscht. Das ist weder unüblich noch schlimm, zumal für den Ersatzgriff hochwertiges Edelholz in schöner Maserung verwendet wurde (Palisander). 
Hauptsache, er ist fest und sicher!
Das Scharnier hat ein bisschen Spiel im geöffneten Zustand, aber nicht zu viel. Und der Deckel schließt gut.
Allerdings gibt es - wie bei vielen Kannen dieser Bauart - eine nachträgliche Löt-Reparatur. Sie sehen sie außen an der Kante auf dem 4. Foto und von innen auf dem 5. Foto. Professionell gemacht. Vor langer Zeit. Wahrscheinlich zeitgleich hat man die Lötverbindung zwischen Boden und Korpus verstärkt. (Foto 6)

Das gravierte crest gehört der Familie Benson. Dazu gibt es auf Kanne und Tablet ein Ziermonogramm.

Die Teekanne ist dicht, gießt wunderbar und kann jeden Tag benutzt werden. Wer kein museumswürdiges Ausstellungsstück sucht, sondern eine gebrauchsfähige Kanne mit Charakter, 230 Jahre alte und auf Original-Tablett, zu einem vergleichsweise günstigen Preis, hier ist sie:
895 €




1805   Peter + William Bateman   London
ca. 20 cm hoch, 587 Gramm schwer und 1,5 Liter Fassungsvermögen.

Große Teekanne aus der berühmten Bateman-Werkstatt. Top-Zustand.
1395 €




1819   William Chawner   London
Design: "Old English"
Straight! One year, one maker!

Über 200 Jahre altes, handgeschmiedetes Besteck für 12 Personen. Zusammen rund 2,3 kg
Sterling Silber (plus die Silbergriffe der Messer).
Insgesamt 84 Teile: Je 7 Teile pro Person, wie auf dem ersten Bild zu sehen.
Die Qualitäts-Messer mit Silbergriffen und Edelstahlklingen sind von Vanders, Sheffield 1967.

Diese Besteck gibt Anlaß für ein paar Hintergrundinfos über die Größe von Besteckteilen: Grundsätzlich hängt die Größe der einzelnen Löffel und Gabeln auch ab von den sich über die Jahrhunderte immer wieder verändernden Essgewohnheiten. So braucht man für ein halbes Schwein auf Toast andere Esswerkzeuge, als für "Gürkchen an Joghurtessenz". Fischbestecke und Espressolöffel sind Erfindungen des 20. Jahrhunderts.
Am Beispiel unserer Kuchengabel lassen sich regionale Unterschiede festmachen: Die Sonntagstorte wird bei uns mit einer kleinen Kuchengabel gegessen, die eine übliche Länge von ca. 14 cm hat. Damit stehen wir Deutschen aber fast alleine da. In den meisten Regionen um uns herum - z.B. Schweiz, Frankreich und vor allem Großbritannien - bekommt man den Kuchen und andere Desserts mit "dessert spoons" und "dessert forks" gereicht, die ihren Verwendungszweck schon im Namen tragen. Das sind kleinere Versionen der größeren Löffel und Gabeln für "Dinner" (die wir wiederum meist Menügabeln und -löffel nennen). 
Diese Dessertlöffel sind ca. 17,5 cm lang, die Gabeln ein bisschen kürzer. Sie gehören bei jedem englischen Besteck zur Grundausstattung und eigenen sich auch perfekt für Vorspeisen und Frühstück.
Auf dem Foto oben sehen Sie: Nr 1+2 sind heute übliche Menügabeln (1= WMF, 2= Jensen), Nr 3+4 sind die Dinnergabeln des 19. JH der schlichten Designs Fiddle/ Spaten und - von diesem Besteck hier- Old English.
Heute wollen wir im Alltag meist eine Gabel für alles, weshalb die WMF-Größe irgendwo zwischen "Dinner" und
"Dessert" liegt.
Nr 8 und 9 sind die heute in unseren Breitengraden gebräuchlichen Kuchengabeln.
Die Nummern 5, 6 und 7 zeigen die Besonderheit dieses Bestecks: 5 = Dessert-Gabel 19. JH, 6 = Lunch /
Vorspeisengabel von Jensen, 7 = Dessertgabel von diesem Besteck. Sie sehen, die ist realtiv klein und liegt
zwischen der gängigen Dessertgabel-Größe und den heute üblichen Kuchengabeln. Somit ist sie für heutige Essgewohnheiten perfekt und vielseitig nutzbar. Ob Kuchen oder Frühstück oder Vorspeise. Passt immer.
Gleiches gilt übrigens für den Dessertlöffel in diesem Besteck.

Ein weiterer Nebeneffekt dieser kleineren, schlankeren Größe: Das Besteck benötigt "nur" 2,3 kg Sterling Silber (plus die Messergriffe) und das wirkt sich erfreulich auf den Preis aus!

Gerade einmal 45 Euro pro Teil!
3795 €

Als kostenlose Zugabe erhalten Sie den individuell gefertigten Besteckkasten, mit Schlüssel und funktionierendem Schloss.




1873   Samuel Smily (Goldsmiths Alliance)   London
Teekanne ca. 12 cm hoch, 373 Gramm und ein knapper 1/2 Liter Fassungsvermögen.
Insgesamt 838 Gramm vergoldetes Sterling Silber.

Um 1870 herum erfreute sich in London der "Naturalismus mit japanischem Einschlag" einiger Beliebtheit. Dieses Teeservice zeigt diese Einflüsse in schönster Form. Es kommt in seiner Original-Box. Die Box mit den zu erwartenden Gebrauchsspuren. Verschlussclips fehlen teilweise.
Das Service ist in Top-Zustand.
2500 €




Neo-Klassizismus / Adam-Style
Das Design von englischem Silber wurde vor allem zwischen 1770 und 1790 Jahrhunderts vom Neo-Klassizismus erfasst. Nach dem „wüsten“ Rococo herrschte wohl Sehnsucht nach Klarheit, Ordnung, Symmetrie und idealisierten Schönheitsidealen.
Der englische Adel war durch die Eindrücke seiner Sprösslinge auf der üblichen „Grand Tour“ nach Rom und zu den Ausgrabungen bei Pompeji empfänglich für die klassische Formensprache der Griechen und Römer.
Robert Adams war der gefragteste Architekt dieser Zeit und oft wird im Zusammenhang mit dem Neo-Klassizismus vom „Adam-Style“ gesprochen.

Auch im Silberhandwerk hielten Säulen mit Kapitälen, Medaillons und die typischen „Girlanden“ Einzug, wie die folgend gezeigten beiden Spitzenwerke aus dieser Zeit zeigen.


1772   John Carter   London
ca. 34,5 cm hoch und 12,5 x 12,5 cm an der Bodenplatte.

Extrem seltene, repräsentative Leuchter. Statement pieces! Damals für den Adel, heute für Sie! :-)

There are two possibilities for the crest a goat's head erased argent, armed below a viscounts coronet
This could be associated with the arms of the HAY family who were Marquesses of Tweeddale (created 1646), Earls of Tweeddale (created 1646), Earls of Gifford (created 1694) and Viscounts Walden (created 1694), all in the Scottish Peerage. When used in conjunction with a viscount's coronet it identifies the eldest son, or on this occasion the heir apparent, of the serving Marquess.
At the time of assay (1772) George HAY (1700-1787) was the 6th Marquess of Tweeddale, 7th Earl of Tweedale and 6th Earl of Gifford after the death in 1770 of his nephew George HAY (1758-1770) 5th Marquess of Tweeddale. Both died unmarried and without a son as heir, the family titles reverted to the son of William HAY youngest son of the John HAY (1645-1713) 2nd Marquess of Tweeddale and it is he, who served an officer in the East India Company's Bombay Marine, who would have inherited the title of Viscount. This was George HAY (1753-1804), later in 1787 the 7th Marquess of Tweedale. In 1785 he married Lady Hannah MAITLAND (died 1814) the daughter of James MAITLAND (1718-1789) 7th Earl of Lauderdale in the Scottish Peerage by Mary Turner LOMBE (d. 1789).

Also for Viscount William Chetwynd, 4th Viscount Chetwynd of Bearhaven, (25 November 1721 – 12 November 1791) in the county of Kerry, is a title in the Peerage of Ireland as well as the 4th Baron Rathdowne, in the county of Dublin.
He succeeded to the title on the death of his father on 3rd April 1770.
He was a British Whig politician, Member of Parliament for Stockbridge who sat in the House of Commons from 1747 to 1754. He held the office of Equerry to the King between 1758 and 1760.


Solche Entwürfe mit den vielen Kanten sind natürlich empfindlich gegen Stürze und Stöße. Der tolle Zustand dieser Leuchter nach 250 Jahren ist also bemerkenswert!
8950 €



1773   Thomas Heming   London
ca. 30 cm hoch, 783 Gramm und 3/4 Liter Fassungsvermögen

Eine fantastische Kanne für z.B. eine gute Flasche Wein. Das Fußdesign gehört für mich zu den schönsten Errungenschaften des Adam Style. Ich hoffe, irgendwann einmal die ebenfalls extrem seltenen Leuchter mit solchem Fuss erwerben zu können. 
Aber jetzt freue ich mich über diese Kanne hier!
3500 €



1863   Edward + John Barnard   London
ca. 19 cm hoch, 720 Gramm schwer und 1,3 Liter Fassungsvermögen.

Sehr ungewöhnliche Teekanne aus der berühmten Werkstatt der Familie Barnard.
995 €



1829   William Esterbrook   London
ca. 17 cm lang, 10 cm breit und 14 cm hoch. 404 Gramm schwer.
795 €




1861   Alfred Taylor   Birmingham
ca. 10 cm lang, 7 cm breit und 1 cm dick. Wiegt 70 Gramm.

Feines Visitenkarten-Etui in Top-Zustand. 
Mit dem crest der Familie Band of Wookey House, Somerset.
795 €




ca. 1890   Frankreich
ca. 6 cm Durchmesser und 3 cm hoch. Wiegt 80 Gramm.

Sehr edles Döschen für Pillen und Pastillen. 950er Silber, vergoldet. Französiche Export-Marke.
895 €




ca. 1900   Frankreich
ca. 8 cm lang, 5 cm breit und 1 cm hoch. Wiegt 40 Gramm.

Für Zigaretten, Geldscheine oder Visitenkarten. 950er Silber, teils vergoldet. 
Mit Sprungdeckel, der sich auf Knopfdruck öffnet!
595 €




1740   William Gould   London
ca. 17 cm hoch und 820 Gramm schwer.

Wunderbare frühe George II - Leuchter.
3750 €