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Hurra, Hurra, der Crash ist da!
Klingt vielleicht merkwürdig, dass sich ein Silberhändler freut, wenn der Preis für Silber an einem Tag um ein Viertel sinkt. Und nun 1/3 unter dem kurzzeitigen Höchstpreis von 120 USD steht, am Donnerstagmittag.
Genau zu diesem Zeitpunkt befand ich mich im Epizentrum des Silberhandels, den Silver Vaults in London.
Viele der Händler kenne ich seit Jahrzehnten und ich kann Ihnen sagen: Die Stimmung war ziemlich „spooky“.
Die extrem hohen Kurse halten ja schon länger an. Die Angaben auf den Preisschildern für tausende Artikel in den Shops waren längst überholt und eintretenden Kunden wurde gesagt, die Angaben auf den Preisschildern wären möglicherweise nicht aktuell; man müsse immer erst prüfen, ob der ticket price nicht unter scrap (dem Schmelzpreis) liegt.
Wie im Fischrestaurant: fragen Sie nach dem „Fisch des Tages“
Die Nähe zur „City“ führt zu Kontakten zu den Bankern der Stadt. Von denen hören Händler immer wieder „Nichts verkaufen! Schliesst eure Läden und wartet. Das ist erst der Anfang. Langfristig wird Silber noch in ganz andere Regionen steigen“.
Blöd nur, wenn man cash für den Lebensunterhalt braucht. Und die Miete in den Silver Vaults. Noch blöder, wenn man seine Arbeit liebt! (Soll es ja noch geben ...)
An jeder 2. Ecke sah ich dort Rollwagen mit Kisten voller Silber, die auf den Transport zur Schmelze warteten.
E. F. zeigte auf einen Haufen schöner, teilweise 200 Jahre alte Teekannen, die ohne Griffe zur Abholung auf dem Boden lagen. Auf dem Tisch die Griffe: Elfenbein. „Die darfst du eigentlich eh nicht mehr verkaufen. Ich investiere nicht noch in einen neuen Holzgriff und neue Hitzestopper. „Scrap“ für die paar Dinger alleine ist heute 12000 Pfund!“ Seine Stimmlage war nicht fröhlich.
Da wird der Irrsinn der bekloppten „Weltenretter“ besonders deutlich!
"Schmeiß deine 200 Jahr alte Teekanne weg, denn die ebenso alten Hitzestopper aus Elfenbein im Griff sind jetzt verboten. Dann lass dir eine neue Kanne aus China um die halbe Welt kommen."
Sein Sohn brachte es auf den Punkt: Wir haben so viel Bestand.
Würden wir den heute einschmelzen, müssten wir für den gleichen Profit sonst 20 Jahre arbeiten.
Sein Vater war im Nebenraum. Hätte gerne sein Gesicht gesehen …
Und ich weiß von Händlern, die so etwas nicht nur sagen und die Situation schon genutzt haben, um in Rente zu gehen. „Shop Clearing von xxx“ sagte schon im Herbst ein Kollege, der auch in großen Mengen „Scrap“ abwickelt und zeigte auf einen Container.
Na gut, das soll nun reichen. Zumal wir bitte nicht vergessen: Nach diesem „Katastrophentag“ stehen wir immer noch bei rund 72 Euro pro Unze – trotz schwachem Dollar. Wer das vor 6 Monaten prophezeit hat, der wurde zum Arzt geschickt.
Ich habe trotz allem- oder gerade deswegen - schöne Sachen gekauft. Sachen, die nicht im Internet stehen. Die noch in den Schränken schlummerten und die man nur zu sehen bekommt, wenn man vor Ort ist und „mit de Leut` schwätze tut“.
Das Beste, was ich mir leisten konnte. Bei solchen Kunstwerken spielt der Silberpreis eine untergeordnete Rolle. Aber die müssen erst einmal durch den Zoll …. und wenigstens der freut sich über steigende Preise.
1817 Joseph Agnell London
ca. 10 cm lang, 6 cm breit zusammen 544 Gramm schwer.
Ursprünglich verwendet für das Salz am Tisch. Vielseitig zu nutzen.
Das letzte Foto zeigt einen Serviervorschlag mit einer ähnlichen (!) Saliere.
1695 €
1784 John Lamb London
Teekanne 11 cm hoch, 472 Gramm und 3/4 Liter Fassungsvermögen
Stand Elizabeth Jones, London 1794, 18 x 13 cm und 130 Gramm
So aufwändig - mit Stabilität gebendem Perlrand oben und unten - wurden Neo-Klassizistische Kannen nur kurz, von 1770 - 1785 gestaltet.
Der Stand passt wunderbar, muss aber nicht zur Teekanne genommen werden.
Teekanne alleine 1695 €. Mit Stand / Tablett 2150 €
1810 Emes + Barnard London
Die Tabletts jeweils 25 x 12 cm und zusammen 652 Gramm schwer.
Die beiden Scheren sind auch weitgehend aus Sterling Silber (bis auf den Schneidmechanismus).
Kerzen waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts keine romantischen Accessoires, sondern - neben dem offenen Feuer im Kamin - die einzige Lichtquelle. In großen Häusern brannten viele Dutzend Kerzen, die von Bediensteten gepflegt wurden. Denn tropffreie Pflegeleicht-Kerzen von IKEA gab es damals nicht.
Das Zeug hat getropft und gequalmt und musste regelmäßig getrimmt werden. Dazu dienten solche Scheren, die in den feinsten Häusern aus Silber waren und auf einem Tablett ruhten. Solche Sets zu finden ist schon schwierig genug, da Scheren und Tabletts oft getrennt wurden. Aber ein Paar - zumal in so fantastischem Zustand - ist eine kleine Sensation für jeden Sammler.
3850 €
Auch schon reserviert, aber ich wollte sie Ihnen wenigstens mal zeigen:
1770 John Romer London
30 cm hoch und zusammen 1950 Gramm schwer.
Der junge englische Adel brachte von seinen Grand Tours nach Italien und Griechenland den Geschmack auf den „Greek Style“ mit, der in den späten 1760ern sehr populär war und sich in vielen Bereichen des Neo-Klassizistischen „Adam Style“ wiederfindet, benannt nach dem schottischen Architekten Robert Adam.
Diese Leuchter sind ein wichtiges Beispiel für diese Stilrichtung und stehen im Met in New York
( ... und noch in meinem Büro ;-)
Das Design stammt in weiten Teilen ursprünglich weitgehend aus Paris.
The fourth Duke of Bedford and the first Earl Harcourt, who were wealthy Francophile aristocrats and who were both ambassadors to Paris, are known to have been in the possession of this type of "festoon* candlestick/candelabrum made by Roberte Joseph Auguste (1723-1805) in Paris. Auguste had an international reputation, furnishing European courts, including those of England, Denmark, Sweden, Russia and Portugal.
The fourth Duke of Marlborough was the first to buy a ´festoon candlestick' from Parker and Wakelin in 1768. The design was quickly used by a small handful of other English silversmiths, among them John Romer.
This is one of the most famous designs of the late 18th century and is highly sort after by museums and collectors alike. A set of eight identical candlesticks are in the collection of the Met Museum, New York which were also made by John Romer but two years earlier in 1768. Examples of candlesticks of this design are extremely rare and there are only a handful of comparisons.
9950 € RESERVIERT
ca. 1820 Cuban Mahogany England
ca. 35 cm lang, 23 cm tief und 15 cm hoch
Eine wertige, stabile Schmuckschatulle, 200 Jahre alt, aus kubanischem Mahagoniholz. Mit umlaufenden Messingkanten, Messinggriffen an Seiten und im Messingeinlage im Deckel.
Innen professionell neu ausgekleidet mit hochwertigem Samt und Moiré Seide (kein Baumarkfilz!)
Mit funktionierendem Schloss und Schlüssel.
995 €
1826 Edward Barton London
Durchmesser 14 cm und zusammen 714 Gramm schwer.
Dieses Paar Kammerleuchten besticht durch seine schlichte Ursprünglichkeit. Keine Verzierungen, außer den crests und der Baronskrone - auf jedem der Original-Teile!
Für handelsübliche, große Kerzen. Zeitlos elegant.
2450 € RESERVIERT
ca. 1875 Coromandel George Betjemann & Sons
ca. 21 cm lang, 19 cm tief und 14 cm hoch
Diese wunderbare Schmuckschatulle mit dickem Furnier aus Coromandelholz, gefertigt vor 150 Jahren von einem der besten cabinet maker Londons, George Betjemann & Sons of 36 & 38 Pentonville Road, hat ganz außergewöhnliche und sehr seltene Proportionen.
Perfekt für alle, die keine große Schatulle suchen, aber doch einiges an Schmuck unterbringen wollen.
Umlaufende Messingkanten und Messingeinlagen im Deckel.
Das Innere der Schatulle ist neu mit blauem Marokkoleder und blauem Samt ausgekleidet.
(Kein Baumarktfilz!)
Unter einem herausnehmbaren Tablett im oberen Bereich gibt es ein flaches Staufach.
Ein gerafftes Samtpaneel im Deckel springt auf Knopfdruck nach vorn und gibt einen herausnehmbaren, ledergerahmten Spiegel auf der Rückseite frei. Dieser kann auch umgedreht eingesetzt werden.
Ein Druckknopf an der Rückseite der Schatulle öffnet eine federgetriebene Schublade mit einem samtgefütterten Schmuckfach und einem durchgehenden Ring-/Manschettenknopfkanal.
Am vorderen Rand der Schublade befindet sich ein graviertes Messingschild mit der Aufschrift des Juweliers, der die Schatulle damals verkauft hat „Scruton – 2 New Street, Birmingham“.
Mit funktionierendem Schloss und Schlüssel.
1500 €
1918 Walker + Hall Sheffield
14 cm hoch, 184 Gramm und 150 ml Fassungsvermögen
Guter Flachmann / Taschenflasche mit anbehmbarem Trinkbecher.
695 €
1853 James Aldridge London
36 cm lang, 31 cm tief und 25 cm hoch (Griff). Wiegt 1036 Gramm
Schöner viktorianischer Obst- oder Brotkorb, ohne Brüche, ohne Fehlstellen.
(Die Flasche dient nur der Größendarstellung)
2950 € RESERVIERT
1915 Deakin + Francis Birmingham
11 cm hoch, 133 Gramm und 100 ml Fassungsvermögen
Kleine Taschenflasche mit anbehmbarem Trinkbecher. Handschmeichler.
495 €
1797 William Bennett London
54 cm lang (m. Griffen), 34 cm tief und 1688 Gramm schwer.
Um so aufwändige George III-Tabletts in Top-Zustand konkuriert der beste Einzelhandel.
5750 €
1919 Goldsmiths + Silversmiths Comp. London
Design: "Old English"
ca. 30 cm lang und 202 Gramm schwer.
Eine seltene, zeitlos elegante Krümelschaufel mit wertiger Haptik!
650 €
1843 Edwards Edwards II. Birmingham
ca. 12 cm breit, 8 cm tief, 3 cm hoch und 425 (!!) Gramm schwer.
Die gewaltigste table snuff box, die ich bisher gesehen habe. Auf dem letzten Foto umringt von Döschen, die ebenfalls zu den Größeren zählen.
Ein Rolls Royce unter den sammelwürdigen Tabakdosen!
2500 €
1733 Thomas Tearle London
23 cm hoch, 801 Gramm und 1 guter Liter Fassungsvermögen
2450 €
1772 Francis Crump London
17 cm hoch, zusammen 482 Gramm schwer und je 350 ml Fassungsvermögen
1950 €
1867 Robert Thornton Birmingham
ca. 11 cm hoch und 89 Gramm schwer.
Dieses Visitenkarten-Etui mit dem crest / Familienzeichen der Fletchers kommt in seinem Original-Lederetui.
750 €