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RESERVIERT bedeutet, dass es eine Kaufzusage gibt und bleibt so lange aktuell, bis die Ware zur vollen Zufriedenheit ausgeliefert wurde.


Vorankündigungen



1850    John Smith    Dublin

ca. 16 cm hoch und 848 Gramm schwer. Fassungsvermögen 1,5 Liter.
Wunderbare irische Teekanne im naturalistischen Stil.
Familienzeichen (crest) von Truell aus dem County Wicklow / Irland.
1475 € RESERVIERT


1814    John Langlands + John Robertson    Newcastle

ca. 13 cm hoch und 335 Gramm schwer.
Fassungsvermögen knapp 0,6 Liter, also ein volles pint.
Wunderbare klare Punzen unter dem Becher, außerdem schreitender Sterling-Löwe am Griff. Am Griff auch Mono IT des wahrscheinlich ersten Besitzers. War üblich und machte Sinn, denn der mug ging mit in den Pub. Minimaler Spannungsriss am Rand (siehe letztes Foto), ansonsten sehr guter Zustand. Schnäppchen!
890 €


1757    John Langlands   Newcastle

ca. 27 cm hoch und 888 Gramm schwer. Fassungsvermögen ca. 1 Liter.
Große und elegante Kaffeekanne aus der Provinz, über 260 Jahre alt. Abgesehen von einem kleinen Chip an der Daumenauflage des Griffes (letztes Bild) in sehr gutem Zustand.
2350 € RESERVIERT


1714    Robert Timbrell + Joseph Bell    London

ca. 24 cm hoch und 827 Gramm schwer. Fassungsvermögen 0,85 Liter.
Über 300 Jahre alt und aus 958er Britannia Silber. Diese wahrlich museumswürdige Kaffeekanne stammt aus der Sammlung des ehemaligen Personalvorstands der Thyssen AG, der sie 1989 von Helga Matzke in München-Grünwald gekauft hat. Für 24000 DM. Auch heute noch liegt man im Londoner Einzelhandel für solche Spitzenstücke (wenn sie mal auftauchen!) schnell im 5-stelligen Bereich. An der Kanne stimmt einfach alles, vom Zustand über die akurate Punzierung bis zum zeitgemäßen Wappen der alterhrwürdigen Londoner Cooper (Küfer) -Innung, gegründet schon im Jahre 1396.
6250 € RESERVIERT


1861    Albert Durer Lucas (1828 - 1918)    England

Mit Rahmen ca. 90 x 60 cm. Bild alleine ca. 77 x 46 cm.
Signiert, datiert und betitelt "Elmfield 1861".
Ölgemälde einer englischen Parklandschaft bei Elmfield an der Nordküste der Ilse of Wright, mit Blick über den Solent nach Südengland. Fantastische frische Farben!
Bild und Rahmen in sehr gutem Zustand, sauber und wandfertig.
4500 € Versand nach Absprache.



1744    Giles Southam    London

ca. 22,5 cm hoch und 752 Gramm schwer. Fassungsvermögen 1,1 Liter.
Der Krug stammt aus einer hochwertigen Privatsammlung und trägt noch ein Preisschild aus DM-Zeiten. Das ist auch heute noch - in Euro oder Pfund - der Preis, der im englischen Einzelhandel verlangt wird für solche seltenen und vielseitig einsetzbaren Krüge. (Plus Einfuhrumsatzsteuer!) Aktuell finde ich 2 vergleichbare Stücke auf dem Markt; (siehe Bilder 7+8)
4750 € RESERVIERT



1890    Alfred Walter Williams (1824 - 1905)    England

Mit Rahmen ca. 77 x 51 cm. Bild alleine ca. 66 x 43 cm.
Signiert und datiert unten links.
Freundliches Ölgemälde einer englischen Parklandschaft.
Bild und Rahmen in gutem Zustand, sauber und wandfertig.
750 € Versand kein Problem.


1787    William Vincent    London

ca. 13 cm breit, 7 cm tief, 10 cm hoch und 435 Gramm schwer.
Gute neoklassizistische Teedose. Gravuren noch scharf, Scharnier schließt wunderbar flach und ohne Spiel, schönes Wappen auf beiden Seiten. (Identifizierung siehe Fotos 5+6)
2250 €


ca. 1890   Tulipwood    Frankreich

ca. 28 cm lang, 20 cm tief und 11 cm hoch. Neu ausgekleidet.
Feinste Einlegearbeiten. Herausnehmbares neues Tablett für Schmuck. Darunter freies Fach.
Umlaufende Deckelkante aus Messing. Mit Schloss und funktionierendem Schlüssel.
595 €



ca. 1910     Finnigans, Bond Street    London

ca. 49 cm lang, 35 cm tief und 15 cm hoch
Erstklassiger antiker Aktenkoffer aus feinem - und gleichzeitig sehr robustem - Krokoleder auf massivem Holzrahmen mit Schlössern und Kanten aus Messing. Aus einer der renommiertesten Werkstätten für Lederwaren, gegründet schon 1830 in Manchester. In Top- Zustand!
Extrem selten zu bekommen (Import dieses Materials aus UK nicht mehr möglich!)
2650 €



Die Hausbar auf einem Galerie-Tablett


1928    Garrard   London

Dieses massive Art Deco Silbertablett vom königlichen Hoflieferanten Garrard gehört zum Feinsten, was ich an Tabletts jemals in Händen hatte! Es eignet sich perfekt u.a. als Basis der Hausbar auf einem Tisch oder sideboard, wie auf dem BEISPIEL-Bild oben gezeigt.
ca. 67 cm lang und 38 cm tief, aus 4 kg Sterling Silber!
Top-Zustand - und mehr Art Deco geht kaum.
5950 €



1856    George Adams  London

Der selbst geangelte Fisch soll ja am besten schmecken. Servieren Sie ihn stilvoll mit  handgeschmiedeten Vorlegeteilen aus der damals führenden Besteckwerkstatt Englands.
32 / 26 cm lang, 316 Gramm, Design "Kings"
490 €


1971    Francis Howard   Sheffield

Fischbestecke in ihrer speziellen Form - mit Messern komplett aus Sterling-Silber! - sind eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Man sollte meinen, es sei leicht ein solches zu bekommen, komplett für 12 Personen in klassischem Design und in Top-Zustand, professionell poliert und sofort einsetzbar. Ist es aber ganz und gar nicht!
12 Messer und 12 Gabeln, ca. 20 bzw 18 cm lang und in der schweren Ausführung mit beidseitiger Zier. Rund 1,8 kg Sterling Silber.
2150 €
Ein solches Besteck kostet neu bei deutschen Herstellern das 3-fache.



VORANKÜNDIGUNG
Ein Tag auf der Jagd
Im Morgengrauen meldet der Späher in der englischen Provinz eine große Kiste, voll mit Silberbesteck des Duke of Sutherland. Nun ist dieser Duke nicht irgendeiner. Dukes sowieso nicht, ist das doch der höchste Adelstitel im United Kingdom. Aktuell gibt es gerade einmal 37, und etliche sind der englischen Königsfamilie vorbehalten. Alleine Charles ist nicht nur Prince of Wales, sondern auch 3 x Duke: of Edinburgh, Cornwall und Rothesay.
Der 1. Duke of Sutherland, George Granville Leveson-Gower (1758-1833) starb schon kurz nach seiner Ernennung. Er hatte sich hochgearbeitet, trug vorher die Titel Viscount Trentham (1758 -1786), Earl Gower (bis 1803) und Marquess of Stafford (bis 1833). Der Duke war Botschafter in Frankreich während der Revolution dort und danach ein einflussreicher Politiker. Er gilt als der reichste Brite des 19. Jahrhunderts. Sein Sohn erbte nicht nur viel Bimbes, sondern auch diverse Kleinimmobilien.

Die Besteckkiste enthielt 3 Chargen: (links nach rechts)
  • Teile von 1785 im Design Fiddle + Thread. Das Wappen plus Viscount-Krone für Leveson-Gower. Im Zentrum das von Lady Elizabeth Sutherland, die er im gleichen Jahr ehelichte.
  • Teile von 1833 im Design Fiddle + Thread. Sie tragen ein von der Familie genutztes Zeichen: 4 S, je 2 gespiegelt, zusammengehalten mit einem E für Elizabeth im Zentrum. Dieses Besteck wurde wohl zur Ernennung des 2. Duke angeschafft.
  • Teile von 1839 im Design „Hourglass“. Sie tragen das crest der Familie (schreitender Wolf mit Halsband und Leine) sowie die Duke-Krone.

Soweit die Vorfreude. Die erste Ernüchterung folgte schnell: Die 1785er Teile sind bis auf einzelne Ausnahmen „müde“, ich lasse die Finger davon. Werden weitgehend eingeschmolzen.
 
Aus dem Jahre 1833 gibt es viele Dinner Gabeln und Dinner Löffel. Aber nur wenige Dessert-Teile.
Das ist zunächst einmal nicht ungewöhnlich. Komplette Bestecke aus einem Guss, mit großem und kleinem Essgeschirr für Vor-, Haupt- und Nachspeise, waren vor 200 Jahren nicht die Regel. Gerade Dessert-Bestecke wurden im 19. JH gerne gesondert geordert, oft vergoldet und in einer eigenen Schatulle.
Das große Speisebesteck bildete den Kern. Und das war auch groß. Man ließ sich Fleisch und Wild noch schmecken.

Eine weitere Besonderheit bei Bestecken bis weit in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts: Man legte die Gabel mit den Zinken zur Tischplatte aus, also aus heutiger Sicht verkehrt herum. Deshalb hat man bei Bestecken aus dieser Zeit oft die crest bei den Löffeln auf der Vorderseite und bei den Gabeln auf der Rückseite. Leider führt das auch zu ganz unterschiedlichen Abnutzungen.
Diese gibt es auch bei dem Besteck Fiddle+Thread von 1833, am Ende habe ich es auch abgehakt.

Mit einer Ausnahme: Das berühmte Glück im Unglück bescherte mir ein Ensemble von 6 großen Basting Spoons in Top-Zustand, bei denen das Familienzeichen auch noch sehr schön klar ist – plus eine wunderbare Suppenkelle. Ein Fest für jeden Sammler, denn sixpacks haben bis heute wenige überlebt. Braucht in der Praxis ja auch keiner. Deshalb würde ich auch 4 oder 2 abgeben.
Preis lege ich fest, wenn ich sie in Händen habe. 
RESERVIERT

 
Jetzt zur guten Nachricht:
Die 3. Charge von 1839 ist im Design „Hourglass“, einer Variante des Kings und so genannt, weil im oberen Bereich des Griffes, am Übergang vom 1. ins 2. Drittel, eine Verzierung aussieht wie ein altes Stundenglas. Sehr elegant, aber selten in gutem Zustand zu finden.
Das vom Duke ist in Top-Zustand. Und da es etwas später im 19. JH angeschafft wurde, sind die crest bei Löffel und Gabeln vorne drauf. Und immer noch schön scharf!
Top-Qualität versteht sich von selbst, jedes große Teil wiegt rund 100 Gramm!
 
Über 30 große Löffel und Gabeln, aber kaum kleine. Und keine Messer. Was aber normal ist.
Am Ende konnte ich 2 Ensemble zusammenstellen:

1. Fantastisches Speisebesteck für bis zu 24 Personen (oder 2 Gänge für 12 Personen!)
Je 24 Löffel und Gabeln im Design "Hourglass" aus dem Besitz des Duke of Sutherland.
Punzen für  George Richmond Collis, London 1839
Mit NEUEN Messern, die mit viktorianischen Original-Formen gefertigt wurden. Entdeckt habe ich die in einer alten Besteckfabrik in Sheffield und sie wurden dort extra für dieses Besteck angefertigt. Mit hochwertigen Edelstahlklingen. Mächtig! Mit viel Silber in den Griffen!
Auf dem Bild sehen Sie links die Form für ein „Kings“ Messer mit der Größe, wie sie heute genutzt würde. Rechts die hier verwendete Version für das „halbe Schwein auf Toast“.


Wer immer dieses Besteck vom Duke mit diesen Messern erwirbt, er wird als einziger auf der Welt so etwas haben. Sammelwürdig UND nutzbar! 
Die 72 Teile wurden gefertigt aus rund 8 kg Sterling Silber (7,2 kg plus Messergriffe) und werden 9950 € kosten.  (Beispielbild)


2. Ich biete auch noch ein Speisebesteck für 8 Personen aus der gleichen Charge, mit vielseitig zu nutzendem kleineren Dessert-Löffel. Dazu Messer "in Normalgröße" aus dem späten 19. Jahrhundert mit neuen Klingen. (Beispielbild)

Die 32 Teile werden 3950 € kosten.