Mahagoni

Da waren wir noch jung! Gerade Führerschein gemacht. "Neue Deutsche Welle", die Band "Spliff", der Song "Carbonara".

Eine Textzeile lautet "Amaretto ist ein geiles Zeug, ich bin schon lull und lall". Die kam mir igendwie in den Sinn, als ich zum ersten Mal  gutes altes Mahagoniholz sah.

      Mahagoni ist ein geiles Zeug ...   

 Das Lied singen die Einwohner in den Herkunftsländern schon lange und das erkannten auch die spanischen Eroberer in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Sie brachten das erste Mahagoniholz nach Europa, das vor allem im Schiffsbau Verwendung fand.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entdeckten auch die Möbelbauer die Vorzüge dieses Hartholzes: stark und fest, dabei feingliedrig, praktisch wurmfrei. Große Bäume, die auch große Platten und Furnierstücke ermöglichen. Gut zu verarbeiten und zu schnitzen.

Dabei wunderschön, mit edler, wertiger Ausstrahlung in verschiedensten Schattierungen.  

   
     
 

Mahagoni löste das im 17. JH beliebte französische Nussbaumholz ab. Das passte gut, denn der extreme Winter 1709 ließ den Nachschub aus Frankreich stocken. Außerdem lag man mit den Franzosen sowieso ständig im Streit. Dann eben jetzt zur Sicherung des Zugangs zum Mahagoni.

Der Stil änderte sich erst einmal nicht. Nur das Holz.

 Meine ersten Möbel aus Mahagoni half mir mein damaliger Nachbar in die Wohnung zu tragen. Wir waren uns einig. "Mahagoni ist ein ..." Dann kam seine Gattin dazu. Gerade, als wir darüber spekulierten, in welchem Herrenhaus der Schreibtisch wohl mal stand. Und ob der Lederbezug auch Spritzer von Whisky verträgt.

Seine Gattin ist sehr nett. Ihr Weltbild allerdings ... nun, wie soll ich sagen .... ist selten von Hintergrundberichten gestört worden.

Mahagonibäume wachsen nur rund um den Äquator in Afrika und Mittelamerika. Die begehrtesten Hölzer kamen aus Kuba und Honduras.

"Da wurden für die Reichen ganze Wälder am Amzonas gerodet !"

Ähm ... nicht ganz. Mahogonibäume - und die können übrigens richtig groß werden - wachsen einzeln und verstreut. Es gibt keine Mahagoni-Wälder. Eine Population von 2 Bäumen pro Hektar galt schon als "abbauwürdiges Gebiet".

 

"Aber um die aus dem Wald zu holen, mussten ganze Schneisen geschlagen werden".

Ja, aber bestimmt nicht größere, wie man heute für die riesigen Windräder braucht....

" Da mussten doch bestimmt Sklaven für schuften!"

Ja, kann sein. Dafür haben viele andere dadurch freiwillige Arbeit gefunden. Ihr Großvater war übrigens Schreiner ..

Und dafür mache ich heute wahren Umweltschutz: ich kaufe alte Möbel.

 Natürlich wurde der Schreibtisch aus Holz gefertigt, das um die halbe Welt nach England verschifft wurde. Aber mit Wasserkraft raus aus dem Urwald und mit Windkraft übers Meer. Nicht mit Schweröl oder Kerosin, wie die neuen Möbel aus China.

(Deshalb bekommen Sie übrigens meine Ware nicht in neuer Verpackung, sondern in Kartons und Füllmaterial mit teils mehreren Vorleben ;-)

So, jetzt aber mal Schluß mit dem ewigen (wie so oft unbegründeten) Schuldgefühlen.

"Mahagoni IST ein geiles Zeug!" 

   
     

 Viel Literatur habe ich nicht gefunden. Einen guten Überblick für alle, die etwas tiefer einsteigen möchten, bietet diese kleine

"Mahagoni-Book"

Sie finden in den enstprechenden Rubriken Kästen und Schatullen aus Mahagoni für Schmuck, Dokumente, Tee und Besteck.

Hier sehen Sie darüber hinaus einige handverlesene und teils außergewöhnliche Accessoires und Kleinmöbel.

Ich könnte auf praktisch jedes Objekt "Rarität" schreiben - oder sogar "Einzelstück".

 

Ein Paar Besteckkästen aus der Zeit um 1800 

Ein seltenes und höchst dekoratives Paar!

2 Besteckkästen aus England um 1800

ca. 38 cm hoch, 22 cm breit und 30 cm tief. In sehr gutem Original-Zustand.

1950 €

Für Paare, zumal in einem so guten Zustand, wird oft der doppelte oder dreifache Preis verlangt.

   

Durch die neoklassizistische Einlage im Deckel und die schönen Zierkanten

würde ich sogar ein paar Jahre früher schätzen.

 

Aufwändige Einlegearbeit.

       

 Bitte gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr komplettes

Besteck in diese Kästen passt. Das ist höchst

unwahrscheinlich. Die wurden vor über 200 Jahren

individuell gefertigt. Nach Form/Größe /Anzahl des

damaligen Bestecks.

 

Nur Beispielbild!

 

Das Innenleben läßt sich aber auch umgestalten für andere Zwecke.

Zum Beispiel für Karaffen.

 

 Kerzenständer

   

Kerzenleuchter aus Mahagoni in dieser typischen runden Form aus der Zeit um 1780 findet man noch ab und zu. Mit Messingkronen für die Aufnahme der Kerzen.

Aber Achtung: Die sind bei weitem nicht alle aus dem 18. Jahrhundert. Oft spätes 19. und noch viel öfter Anfang 20. Die sind dann natürlich günstiger. Denen fehlt aber die Farbe von Mahagoni aus dessen goldenen Zeitalter.

Die hier abgebildeten Traumstückchen (ca. 34 cm hoch) nutze ich selbst. Aber auf Wunsch helfe ich bei der Suche. Gute Originale aus dem 18. in dieser Form kosten 500 € - 800 €.

 

Aktuell anzubieten hätte ich diese außergewöhnlichen und extrem seltenen Originale aus der Zeit um 1770. Prachtstücke!

Der Fuß nicht gedreht, sondern geschnitzt (Form!)

Wie damals üblich im Fuß geschwert durch Messingring. Wunderbarer Originalzustand. Tolle saubere Patina. Rund 37 cm hoch.

1250 €

 

 

 

 Trademan`s or Salesman`s sample table.

 Diesen wunderbaren kleinen Tisch sehen Sie auf diversen Bildern auf dieser Seite.

Ein sample, also ein Muster, an dem der Hersteller vor 200 Jahren seinen Kunden zeigen konnte, wie

dessen Tisch in groß aussehen kann. Aus feinstem Mahagoni mit Ebenholz an den Kanten und

Ebenholzeinlagen am Fuss.Originalzustand in wunderbarere Farbe einschließlich der

Original-Messing-Füße.

So einen wertigen Beistelltisch findet man nur mit viel Glück - und nur im besten Antiquitätenhandel.

Leider haben wir nach dem Umzug einfach keinen angemessenen Platz mehr für ihn.

2250 €

 

  

Bilderrahmen aus 100 alten Fotoplatten

   

Diese Bilderrahmen sind im Grunde alte Fotoplatten, sicher 100 Jahre alt. Aus massivem Mahagoni und Messing. Durch eine eingesetzte Glasplatte zum Bilderrahmen umfunktioniert.

 

Die aufwändige Mechanik erlaubt auf beiden Seiten jeweils hinter der ausziehbaren Frontabdeckung ein Bild einzulegen. Je nach Wunsch kann man das eine oder das anderen zeigen. Die ausgezogene Frontplatte dient als Stehhilfe.

Ich habe 1 Rahmen mit der Außengröße

20,5 x 25 cm für Bilder im Format bis zu 16 x 20,5 cm für 150 €

und 3 Rahmen mit der Außengröße

15,5 x 21,5 cm für Bilder im Format bis zu 11.5 x 16 cm für je 120 €

Sicher auch ein ganz außergewöhnliches Geschenk für jeden Fotografen.

 

Beistelltisch oder Kommodentisch im Sheraton-Stil um 1790  

Ein ganz feiner georgianischer Serpentine Table im Sheraton Design.

England, um 1790

Mahagoni mit Einlagen aus Rosenholz und Buchsbaum.

ca. 82 cm lang, 71 cm hoch und 52 cm tief.

1100 €

   
     

 

  

Riesiges dekoratives Buch, in Leder gebunden. 

Selected Pictures (from The Galleries and Private Collections)

of Great Britain von James S. Virtue, London 1864

Gewaltige ca. 68 cm hoch, 50 cm breit und 7 cm dick!

Sie sehen es zur Größeneinschätzung abgebildet auf

dem Bild ganz oben auf dieser Seite.

Ich habe es gekauft, weil ich noch nie ein so großes Buch

gesehen habe und es sehr dekorativ finde.

Erst später habe ich gesehen, wie schön es auch innen ist.

395 €

   

H. J. Sotheran veröffentlichte 1862 eine "Series of

line engravings from Masterpieces of Modern Art"

Das "Modern Art" muss man im zeitlichen Zusammenhang sehen.

 

James S. Virtue veröffentlichte dazu

dieses Buch. Innen sehr guter

Zustand. Bilder ohne Beschädigungen.

36 dieser hochwertigen "erhabenen" Drucke von Gravurplatten in der Größe 25 x 19 cm

befinden sich in diesem Buch. Es ist Volume II, es gibt also auch noch Volume I. Irgendwo.

Vielleicht. Ich jedenfalls kann es momentan nicht finden. Und auch kein 2. vom Volume II.

   

Zu jedem Bild eine ganze Seite

Beschreibung und Hintergrund.

 

Außen natürlich deutliche Gebrauchsspuren.

Aber nicht kaputt! Man könnte beim Leder mit

Pflegemittel die Farben auffrischen.