Allgemeine Informationen über Bestecke

(die aktuellen Abgebote finden Sie in den Rubriken links)

 "Es kommt eine Zeit im Leben, da genießt man das Essen in Gesellschaft noch mehr -

und dazu gehört ein edles Besteck."

Nicht für das schnelle Steh-Frühstück vor der Fahrt ins Büro. Und auch nicht unbedingt für die Pizza am Skatabend.
Aber am Wochenende, beim Frühstück mit Familie, Kaffeetafel mit Schwiegermutter oder Abendessen mit Freunden - da verleiht ein edles Besteck aus massivem Silber zusätzliche Ruhe und Wertigkeit.

Besteck-Sets mit 7, 10 oder noch mehr Teilen pro Person sind eine recht neue Erfindung.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte jeder sein eigenes Messer dabei für alle Dinge des Alltags, also auch zum Essen. Außerdem einen Löffel. Die armen Menschen aus Holz, die wohlhabenden aus Silber. Bis sie ihn wieder abgeben mussten, den Löffel.

Gabeln ersetzten die Finger erstmals in den feinsten Kreisen Italiens im 16. Jahrhundert. Man vermutet, dass die Florentiner Familie Pucci die ersten waren. Da gab es große Widerstände, u.a. von der Kirche, die die damals 3-zackige Gabel als Symbol des Teufels ansah.

Auch folgende Einstellung war noch verbreitet im 17. Jahrhundert:
"Unsere Mitglieder mögen von ihrem Tisch Gabeln und Löffel verbannen. Hat uns die Natur nicht 5 Finger an jeder Hand geschenkt? Warum sollten wir sie mit jenen dummen Instrumenten beleidigen, die eher dazu geschaffen sind, Heu aufzuladen als das Essen?"
Und Martin Luther werden gar die Worte zugeschrieben "Gott behüte mich vor Gäbelchen".

Die ersten kompletten Bestecke aus gleichem Design hatten wohl italienische Adels- und Kirchenkreise im 17. Jahrhundert.
Von dort schwappte diese Tischkultur langsam nach Frankreich und von dort brachte sie der englische Hofstaat nach seiner Rückkehr aus dem Exil unter Charles / Karl II. im Jahre 1660 nach England. Die Gäste mussten sich auch erst daran gewöhnen, dass sie nicht mehr ihr eigenes Esswerkzeug mitbringen mussten, sondern der Gastgeber welches bereit hielt.  

   
     

 Bitte beachten Sie auch die schönen Besteck-Kästen im eigenen Register links.

 

FORMEN UND MUSTER

Es gibt unzählige verschiedene Designs, für jeden etwas. Wer sich einen genauen Überblick verschaffen möchte, dem empfehle ich

 ASIN: B01FKTHKA8

 Hier einige der gängigsten internationalen Designs. Schlichte Eleganz - ewige Klassiker! Sie werden heute noch produziert.

       

Hanoverian / Rat Tail

Das führende Design von etwa 1710 bis 1770

 

Fiddle / Spaten

Beliebtestes schlichtes Design im 19. Jahrh. Variationen sind Faden (Thread) und Muschel (Shell).

 

Old English

Seit etwa 1760 in verschiedensten Varianten im Einsatz, z.B. mit Perlrand oder der Feather Edge.

 Von fast allem gibt es auch verzierte Varianten

   

Fiddle, Thread + Shell

Läuft in Deutschland ohne Muschel als

Augsburger Faden oder Alt Faden.

 

Bead- oder Perlenmuster

Interessante Fußnote der Geschichte: Während das Fiddle-Design bis etwa 1890 in sehr großen Stückzahlen produziert wurde, ging die Nachfrage danach kräftig zurück. Als zu Beginn des 1. Weltkrieges die Betriebe in England aufgefordert wurden, entbehrliche Metallformen für die Waffenproduktion zur Verfügung zu stellen, wurden die alten Fiddle-Formen eingeschmolzen. Deshalb gibt es nach 1915 auch praktisch keine guten handgeschmiedeten Fiddle-Bestecke mehr.

COBURG               und               KINGS 

Wer es gerne schwerer und verspielter mag, der kommt bei der King´s Shape-Familie auf seine Kosten.

Mit den Designs King´s, Queen´s, Princess, Victoria, Albert und Coburg - und ungefähr 1 Mio Varianten.  

Oder auch mal extravagant:  

   

ALBANY

  Lily

  Bei Georg Jensen und Evald Nielsen finden Sie die schönsten Designs aus Jugendstil und Art Deco.

   

No 16  (Lilie) von Evald Nielsen

 

Bernadotte von Georg Jensen

 

 QUALITÄT VON BESTECKEN

Ein Besteckteil besteht immer aus einem Rohling und einem eingeprägten Muster. Muster nur auf der Vorderseite nennt man single struck, vorne und hinten ist double struck. Dazu ist mehr Silbersubstanz nötig, diese sind also meist schwerer.

Beim Rohling trennt sich der Spreu vom Weizen: Er kann handgeschmiedet sein oder gestanzt. Hier SEHEN Sie den Unterschied:

Dieses Video zeigt, wie Besteckteile per Hand geschmiedet werden.

https://Besteck handgeschmiedet

Dieses Video zeigt, wie die Massenproduktion per Stanzmaschine läuft. (Es gibt noch viel automatisiertere Produktionen!)

https://Besteck maschinell gestanzt

 Übrigens: Jeder aktuelle Hersteller von Besteck lässt seine Marketingleute von Handarbeit schwadronieren und stellt sich in Firmenvideos und - Broschüren als "Manufaktur" dar. Das hat aber nichts zu tun mit handgeschmiedetem Besteck. So stellt z.B. Robbe+Berking auf seiner Webseite die 150 Stunden Handarbeit heraus, die in einem Werkstück stecken - mit dem dann das gestanzte Walzsilber pressgeformt wird.

 Ich will hier wirklich nicht den Oberlehrer spielen. Trotzdem, es muss mal klar gesagt werden:

  • Sie bevorzugen moderne Designs, Art Deco / Jugendstil?
    • Dann brauchen Sie über das Thema nicht nachzudenken, denn im 20. JH sind handgeschmiedete Bestecke eine extreme Ausnahme. Kaufen Sie Bestecke von Georg Jensen wegen der wirklich tollen Designs und der Wertbeständigkeit. Oder Top-Ware aus England in 925er Sterling Silber, vor allem bis Mitte des 20. JH. Alles maschinell produziert, aber todschick - und satt wird man damit auch ;-)
  • Sie mögen die klassischen zeitlosen Designs wie Alt Englisch, Augsburger Faden oder Spatenmuster in seinen Variationen? Oder massivere verzierte Muster aus der "Kings + Queens - Familie"?
    • Dann geben Sie bitte kein Vermögen aus für neue Stanz- und Pressware. Und speisen Sie auch nicht von dem ganzen 800er Silberschrott, der den deutschen Gebrauchtmarkt beherrscht. (Siehe mehr zu 800er unter "Preiswert einkaufen")
    • Kaufen Sie stattdessen handgeschmiedetes Besteck aus Sterling Silber aus London aus dem 19. Jahrhundert. Denn diese Designs sind dort alle zu bekommen. Kosten ein wenig mehr als gebrauchtes 800er bei ebay - aber immer noch viel weniger als neue von R+B+co. Manchmal muss man suchen und warten - aber dafür bekommt man sie einschließlich Geschichte und Persönlichkeit! 
 

Wenn Sie ein englisches Besteck kaufen aus den Jahren vor etwa 1870, dann können Sie absolut sicher sein, dass es handgeschmiedet wurde. Kommt es aus London, dann bis ins frühe 20. JH. Vor allem durch die Nachfolger von Chawner/George Adams, also Holland, Aldwinckle + Slater sowie Francis Higgins. Außerdem Josiah Williams (bis 1879 gepunzt in Exeter) und dessen Nachfolger Jackson + Fullerton.

In Sheffield wurden ab ca. 1870 große Mengen maschinell produziert. Damit erwuchs den Londoner Silberschmieden erstmalig eine ungeahnte Billig-Konkurenz, gegen die sie sich u.a. mit einer Qualitätsoffensive durch weiterhin handgeschmiedete Bestecke zur Wehr setzten. Hangeschmiedetes Besteck fühlt sich "anders" an. Es ist i.d.R. auch schwerer als maschinell gefertigtes Besteck. Und es hält ewig!

Warum ist das so?

1) Bei der handwerklichen Schmiede wird das Silber während der Bearbeitung mit dem Hammer mehrfach "annealed", also wieder rotglühend erhitzt und dann im Wasser abgekühlt. Damit wird es während der Bearbeitung wieder geschmeidig gemacht - aber nach der Bearbeitung ist das Silber insgesamt fester als zuvor.

2) Maschinell gefertigte Bestecke werden aus gleichmäßig dick gewalzten Silberplatten gestanzt. Alle Stellen z.B. der Löffelschale sind somit gleich dick. Bei der Handschmiede dagegen wird darauf geachtet, dass der Löffel an den Rändern / Kanten und vor allem vorne besonders dick ist. Denn das sind die strapazierten Stellen beim jahrzehntelangen Gebrauch. Wie der Herr im Video oben so schön sagt:

"The advantage of hand forging is primarily to make sure that you have got the silver where you need it most."

3) Die Prägungen der Verzierungen sind deutlich kräftiger / plastischer / 3-dimensionaler als bei Maschinenware.

Es ist wie es ist: Die handgeschmiedeten Londoner Bestecke aus dem 19. JH sind die besten der Welt. Punkt.

Qualitativ ebenbürtig sind die Bestecke aus Dublin. Irisches Silber ist immer etwas Besonderes. Durchweg Top-Qualität, aber selten und dadurch meist hochpreisig. Zum einen hatten die Iren in der Mitte des 19. JH wirklich andere Sorgen als Tafelsilber. Zum anderen überschwemmte englische Massenproduktion den Markt. Um 1850 gab es z.B. weder in Cork noch in Limerick einen produzierenden Silberschmied.

Die Schotten waren zumindest in Bezug auf die verzierten alten Bestecke tatsächlich geizig. Denn sie produzierten meistens nur "single struck", also mit Verzierung nur auf der Vorderseite. Das spart Material.

 Heute wird nur noch in ganz wenigen Werkstätten Besteck handgeschmiedet. Das Handwerk stirbt. Noch ein Grund, sich und Ihrer Familie eines der letzten handgeschmiedeten Bestecke zu sichern.

Eine Besonderheit ist Evald Nielsen.

Modern UND Top-Qualität mit dicken Löffelrändern.

 

Gebraucht oder Neu?

Der Hauptgrund für ein gebrauchtes Besteck liegt für mich im Preis begründet. Geputzt und professionell poliert sieht es nicht schlechter aus als ein neues Besteck nach 10-maligem Gebrauch. Vergleichen Sie die Preise von gebrauchtem Besteck mit fabrikneuen Angeboten, dann stellen Sie fest, dass selbst erstklassige handgeschmiedete viktorianische Bestecke DEUTLICH billiger sind.

Ein Argument für neue Bestecke z. B. von Evald Nielsen: Man bekommt genau die Zusammenstellung, die man will. Vielleicht sogar zur Ergänzung schon vorhandener Besteckteile. Bei den klassischen englischen Mustern ist das aber auch gebraucht meist kein Problem.

 

Crests und Monogramme 

Solche Familienzeichen /  family crest

zieren viele alte Bestecke.

   

Dieses Besteck stammt aus Dublin, 1839.
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie aus dieser Zeit Bestecke sehen, bei denen das crest / Familienzeichen auf den Gabeln "auf der Rückseite" graviert wurde. Bis ca. 1840 war es üblich, Gabeln mit den Spitzen nach unten auf den Tisch zu legen. Im 18. JH auch die Löffel.

 

Bei dicken Bestecken guter Qualität können Sie alte crests / Monogramme leicht und praktisch spurlos entfernen lassen.Aber bitte nicht bei Mister Minit!


Wie viele Einzelteile gehören zu einem Besteck?

Ich bemühe mich, komplette Bestecke in sinnvollen Zusammenstellungen anzubieten. Gerade von Georg Jensen findet man das auf dem Markt nur selten. Findet man überhaupt ganze Bestecke, so ist die Zusammenstellung offensichtlich oft eine "Notlösung für gesammelte Werke".

Schaue ich in den aktuellen Katalog von Georg Jensen, dann finde ich alleine zum ACORN noch über 70 verschiedene Teile im Angebot. Insgesamt wurden über die Jahrzehnte wohl 200 gefertigt. Ob man nun spezielle Hummergäbelchen möchte, der Flaschenöffner auch aus dem Design sein muss oder man für sein Sushi die passenden Stäbchen und Ableger sucht - jedem das Seine. Schon 3 verschiedene kleine Löffel für Tee, Kaffee und Espresso finde ich ziemlichen Luxus.

Meiner persönlichen Meinung nach gehören zur Grundausstattung bei Speise-Bestecken zunächst 6 Teile pro Person:
Je 1 x Messer, Gabel und Löffel in groß für die Hauptspeise (Dinner)
Je 1 x Messer, Gabel und Löffel in etwas kleiner für die Vorspeisen / Suppen, Frühstück oder Desserts. (Lunch/Dessert)
Die sinnvollste Ergänzung ist sicher 1 kleiner Löffel für Tee, Kaffee oder crème brullée u.s.w.

Weitere sinnvolle Ausbaustufen: Fischbesteck, Kuchengabel, Buttermesser und diverse Servierteile wie Servierlöffel, Fischvorleger und Tortenheber.  (Anmerkungen zu den Messern und den großen Löffeln siehe unten) 

Die Messer

Die Messer führen bei Silberbestecken aus mehreren Gründen ein gewisses Eigenleben.

  • Seit Hunderten von Jahren gab es sog. spoon maker, also Silberschmiede, die die Menschen speziell mit Löffeln versorgten. Diese fertigten i.d.R. dann später auch die Gabeln und andere Besteckteile aus Vollsilber.
  • Messer brauchen aber eine Metallklinge, wenn sie scharf sein sollen. (Deshalb haben nur Buttermesser und Fischmesser Silberklingen). Die Fertigung von Metallklingen in Messern mit Silbergriffen ist ein spezielles Handwerk von sogenannten cutlers.
  • Noch im 19. JH war es durchaus üblich, die Messer gesondert aufzubewahren in sog. knife boxes. Siehe mehr dazu in der Rubrik "Besteck-Kästen".
  • Rostfreie Edelstahlklingen gibt es erst seit ein paar Jahrzehnten. Es ist also völlig normal, dass die Messer, mit denen ein heute noch völlig intaktes Ensemble aus Löffeln und Gabeln im 19. JH benutzt wurde, nicht mehr existieren. Oder nur wenn man viel Glück hat - dann meist mit neuen Klingen.
  • Für manch gängiges Design (z.B. Spaten / Fiddle) gab es noch nicht einmal ein angepasstes Messer-Design. Dazu passten und passen anderen schlichte Designs. Spaten-Messer z.B. sind eine Erfindung des späteren 20. JH.
  • Selbst die heutigen "rostfreien Edelstahlklingen" sind nicht für die Ewigkeit. Klingen aus Edelstahl beginnen irgendwann zu rosten - nach einigen Jahrzehnten! - je nach Pflege, Gebrauch und Lagerung. Es heißt zwar "rostfreier" Stahl, besser wäre aber die Bezeichnung "rostträge". Würde man den Stahl wirklich rostFREI machen, dann wäre er am Ende so hart und brüchig, dass man ihn nicht mehr schleifen könnte. Man muss über die Jahre mal mit dem einen oder anderen schwarzen Punkt an der Klinge leben. "Pitting" nennt man das auf Englisch - "Rostfraß" auf Deutsch. Wobei der Begriff pitting sicher angenehmere Assoziationen weckt als Rostfraß ...
  • Zumal Rostfraß deutlich schlimmer klingt, als es ist. Es sind, wenn man ganz genau hinschaut, minimale kleine Löcher / Vertiefungen in der Oberfläche. Vor allem an den Kanten und am Übergang zum Griff. Es ist also völlig normal, die Messer oder zumindest die Klingen alle paar Jahrzehnte auszutauschen.
  • Lange war es üblich, die Messergriffe aus Elfenbein oder Knochen zu fertigen. Mitte 20. JH auch aus Kunststoff. Die sind in der Regel heute nicht mehr schön anzuschauen. Zu allen halbwegs gängigen Designs gibt es heute neue Messer mit Silbergriffen zu kaufen. Die billigsten werden schon für rund 60 € auf ebay angeboten. Erwarten Sie davon aber nicht zu viel, das ist dünnes Zeug! Neue ordentliche Messer mit Griffen aus Silber und Klingen aus gutem Edelstahl (spülmaschinengeeignet) bekommen Sie ab etwa 80 € das Stück mit MwSt. (R+B verlangt 169 € für ein Menü-Messer)
  • Übrigens: Die Messer werden wegen der Edelstahlklingen bei Gewichtsangaben zu Bestecken nicht mit gewogen. Zumindest bei seriösen Anbietern.
  • Wenn Sie Ihre Klingen wechseln möchten, dann kann ich Ihnen die Silberschmiede Brüggmann in Lüneburg empfehlen. Auf seiner Webseite finden Sie auch viele Informationen zum Thema. 

 www.silberschmiede-online.de

Die großen Tafel-Löffel

 Pauschal gesagt: Im 19. JH waren die Bestecke größer als die modernen Bestecke heute. Einerseits wurde da nicht am Material gespart - andererseits waren gewisse Essgewohnheiten anders. So hat man die Suppe seitlich von den großen Löffeln geschlürft. Heute bevorzugt man Suppen- oder gar reine Boullionlöffel, die kleiner sind und die man geräuschlos ganz in den Mund bekommt. Das schaffen viele wahrscheinlich auch mit den alten Riesen-Löffeln - sieht aber wenig elegant aus.

Im Gegenzug sind die alten Lunch- oder Dessert-Löffel groß genug, um optimal als Suppenlöffel zu dienen.

Deshalb hat sich schon im Laufe des späteren 19. JH durchgesetzt, die großen Dinner-Löffel als Servierlöffel zu nutzen. Sie werden heute oft als Tafellöffel bezeichnet. Dadurch findet man öfters ältere Bestecke für z.B. 12 Personen mit nur 6 oder 4 Tafel-Löffeln. Dazu oft 2 Saucenkellen. Da fehlt dann nichts - das sollte so sein.

 

ZUSTAND

Alle meine angebotenen Bestecke sind in einem exzellenten Zustand - aufwändig poliert, appetitlich sauber und sofort einsetzbar. Das ist absolut nicht selbstverständlich außerhalb des gehobenen Einzelhandels.

Dazu weitgehend frei von den üblichen Verbrauchserscheinungen, die der Zahn der Zeit so hinterläßt. Wobei man sagen muss, dass es schon Jahrzehnte der täglichen Nutzung bedarf, um solche Spuren zu hinterlassen. Da sind vor allem zu nennen:

  • Löffel, die vorne und an einer Seite abgeschliffen sind (je nachdem, ob die langjährigen Nutzer Rechts- oder Linkshänder waren). Produktionsbedingt ist der dickere Rand von handgeschmiedeten Bestecken bei weitem nicht so gefährdet wie Maschinenware.
  • Äußere Gabelzinken, die abgeschliffen sind. Gerne werden dann auch irgendwann die anderen "angepaßt", also ebenfalls gekürzt. Das kann man machen, wenn es sich nur um 2 oder 3 mm handelt und wenn es professionell gemacht wird. Wenn also auch die Spitze wieder geformt wird. Wenn es übertrieben wird, dann gibt es unschöne Proportionen und stumpfe Spitzen.
  • Der ungelenke Einsatz von Edelstahlklingen der Messer an den Gabelzinken hat oft Spuren hinterlassen, die über das akzeptable Maß hinaus gehen.
  • Messer: siehe oben
   
     

 

 Zubehörteile

 Zubehörteile liste ich nicht alle einzeln. Fragen Sie mich einfach.

 

Besondere Akzente kann man mit Vorlegeteilen setzen.

Diese können gut als Solitäre eingesetzt werden und müssen nicht unbedingt das gleiche Design haben wie das Grund-Besteck.