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Henkelbecher / Bierkrüge / mugs / tankards

Bierkrüge / Henkelbecher aus Silber werden seit dem 17. Jahrhundert bis heute produziert. Die mit Deckel seit Mitte, die ohne Deckel seit Ende des 17. JH. Alleine auf den gängigen Plattformen sind zeitgleich ein paar Hundert zu bekommen. Ganz schlichte Formen, verzierte Versionen und sogar welche mit Münzen drauf. Von wenigen 100 € bis weit in den 5-stelligen Bereich. Wie soll man sich "den Richtigen" zum angemessenen Preis aussuchen?

Zunächst zur Begriffsklärung: Die Henkelbecher ohne Deckel heißen auf englisch MUG. Die mit Deckel TANKARD. Wobei der Begriff TANKARD für beide Versionen verwendet wird.

Es gibt verschiedene Größen, die sich am englischen PINT orientieren. Man bestellt dort im Pub keine "Halbe", sondern ein pint Guinness. 1 pint ist ein bisschen mehr als 1/2 Liter. Es gibt auch half pint mugs (250 bis 300 ml) und quart mugs. Letztere fassen 2 pints, also einen guten Liter. Die sind sehr selten- und dabei so sinnvoll ;-)

Es gibt auch 3/4 pint mugs, die dann gerne als pint verkauft werden. Da unser Bier schäumt, braucht man aber schon einen vollwertigen pint mug für eine "Halbe". Wobei sich ja die 0,33er Flaschen auch gut eingeführt haben mittlerweile.

Ich beschränke mich auf schlichte Krüge von der Insel. Und bis auf Ausnahmen auf das 18. Jahrhundert. Sie finden Krüge in den Formen dieser Zeit in durchaus guter Qualität und für weniger Geld aus dem 20. Jahrhundert. Da ist nichts gegen einzuwenden. Ich bevorzuge aber die Originale. Am liebsten aus der Zeit vor der Dampfmaschine, also vor etwa 1770. Mit handgetriebenem Korpus.

Die Formenentwicklung der tankards kann man wie folgt zusammenfassen. Die der mugs verläuft parallel. Nur ohne Deckel.

  • Im 17. JH: Wände gerade, Deckel flach, kein Fuss 
  • Frühes 18. JH: Wände gerade, Deckel leichte Wölbung, kein Fuss.
  • Zur Mitte 18. JH: Deckel stärker gewölbt, Korpus kriegt Bauch. niedriger Fuss.
  • Zum Ende 18. JH: Deckel stärker gewölbt, ausgeprägter Bauch, Fuss höher.
  • Ganz am Ende des 18. wieder weniger Bauch.

Wobei alle vorangegangen Formen bis heute immer wieder produziert wurden. 

Wenn Sie Vergleiche anstellen, kann das "spezifische" Gewicht einen Hinweis auf die Qualität geben: Sie bekommen einen pint mug mit 300 Gramm. Oder die gleiche Form und Größe mit über 400 Gramm. Sie bekommen einen quart tankard in 19 cm Höhe mit 750 Gramm. Oder über 1 kg.

Inschriften, Monogramme, crest oder Wappen sind Geschmacksache. Aber ein zeitgenössisches Wappen steigert den Wert. Ein späteres Monogramm oder gar eine Ausschleifung mindert ihn.

Und dann kommt der Zustand: Mit Bierhumpen wurde naturgemäß etwas rauer umgegangen als mit Puderdöschen. Kratzer, Dellen, Reparaturen - das ganze Programm gilt es zu beachten. 

Das macht besonders Spass bei den meisten Auktionshäusern. Dort bekommen Sie für eine Einschätzung einen meist nichtssagenden 1-Zeiler als "condition report" von einem Generalisten (der ja alles Mögliche verkauft) über ein ungeputztes Stück. Nach der Versteigerung zahlen Sie 25 oder gar 30 % Gebühren, organisieren dann oft noch selbst die Abholung und warten auf das Überraschungspaket. Natürlich ohne Rückgaberecht!


Aktuelle Angebote:

1760    Maker offen   London

 ca. 9 cm hoch, 207 Gramm und 250 ml Fassungsvermögen

Klassicher half pint mug in sehr gutem Zustand. Perfekt für das kleine Bier für die Dame.

545 €


1872     John + Edward Barnard  London

ca. 13 cm hoch, 271 Gramm und 0,5 Liter Fassungsvermögen.

Fantastischer großer Becher in Top-Zustand mit vollständigem Wappen und zeitgemäßer Widmung auf der Rückseite. Diese führt in interessante Bereiche der Geschichte, denn sie besagt, dass der Becher anläßlich der Beerdigung von Rev. John Marsden Wright, Rector von Tatham School, am 11. Juni 1873 als Erinnerung einem guten Freund geschenkt wurde. Wright wiederum stammt aus dem Umfeld von Hornby Castle in Lancaster. Sein Vater führte einen langen und öffentlich beachteten Erbschaftstreit über das Castle mit Admiral Sandford Tatham. Über diesen Disput wurde ein ganzes Buch geschrieben, in dem es auch ein Bild vom guten John gibt. Die Verbindung zur Familie des berühmten Admirals Baron Saumarez, dokumentiert durch Crest und Motto auf der Vorderseite, steht als nächstes auf der Suchliste ...

750 € 



1793    John Robins   London

 13 cm hoch, 428 Gramm schwer und rund 600ml Fassungsvermögen.

Dieser vollwertige Pint Mug hat alles, was ein erstklassiger Henkelbecher aus dem 18. JH braucht: Über 400 Gramm, volles pint Fassungsvermögen, keine Gravuren oder Ausschleifungen.
975 €



Kannen und Karaffen

2016  Rebecca Joselyn  Sheffield

18 cm hoch, 400 Gramm, 0.75 Liter
Innen vergoldet, mit Stopfen.Keine Monogramme.

1690 €



ca. 1930   verm. BAFICO   Paris / Buenos Aires

 ca. 43 cm lang und 28 cm hoch.

Seltener und edler Art Deco Tantalus aus Thuya-Holz mit 3 geschliffenen Kristallkaraffen (je 0,6 Liter.) in hervorragendem Zustand. Natürlich Originale, ohne Brüche oder Abplatzungen und mit Original Kristallglas-Stoppern - wie bei allen Tantalus auf dem Markt ;-)

Einwandfrei funktionierendes Schloss mit Schlüssel.

2500 €



1857   John Figg  London

 41 cm hoch  Fassungsvermögen 0,75 Liter (1 Flasche Wein)

Vergoldete Kristallkaraffe mit unverziertem Original-Glaseinsatz.

3500 €



ca. 1930   BAFICO   Paris / Buenos Aires

 36 cm lang und 33 cm hoch.

Extrem seltener und edler Tantalus aus Thuya-Holz mit 2 schweren, geschliffenen Kristallkaraffen (je 0,6 Liter) in hervorragendem Zustand. Die Halsringe gestempelt 950er Silber. Einwandfrei funktionierendes Schloss mit Schlüssel. Eine ziemlich einmalige Gelegenheit, ein solches Spitzenstück zu erwerben!

4500 €



Kelche, Flachmänner und sonstiges

1792   Solomon Hougham   London

21 cm hoch, zusammen rund 1 kg
Hochelegante große George III Weinkelche - museumswürdig in jeder Hinsicht.

3850 €   (auch einzeln abzugeben)