Kaffeekannen und Café au Lait sets im Verkauf:

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Kaffeekannen

1932   Goldsmiths + Silversmiths Company    London

18,5 cm hoch, 624 Gramm, Fassungsvermögen 0,9 Liter 
Schöne Art Deco Kaffeekanne zum Schnäppchenpreis! Sauber und sofort einsetzbar.
350 €



1978   Guild of Handicraft / George Hart   London

24 cm hoch  755 Gramm
Handarbeit aus der letzten verbliebenen Werkstatt der Arts + Crafts-Bewegung - die Familie Hart in Shipping Campden.
800 €



1990   G. R. Temmis   Birmingham
33 cm hoch   1116 Gramm
Elegante Handarbeit in bester Silberschmiedtradition. Temmis war ein "Retired Army Major" aus Stratford on Avon.
1250 €



1794   John Robins   London

28 cm hoch   987 Gramm
Das Wappen erlaubt Einsicht in die interessante Familiengeschichte der Vorbesitzer. Zertifikat kommt mit der Kanne.
1650 € RESERVIERT



Hier kommen die 3 Kaffeekannen meiner privaten Sammlung in den Verkauf. Alle 3 Museumsqualität und außergewöhnliche Stücke in ihrer jeweiligen Kategorie:

1) Der Riese:

1769   Charles Wright   London

36 cm hoch   1462 Gramm
Wappen v. Andrew Houstoun of Calderhaugh im Co Midlothian
(25. Dez 1702 - 28. Juli 1786), Zertifikat mit Details kommt mit der Kanne.
3450 €


2) Die Elegante aus der Provinz:

1784   Langlands + Roberts  Newcastle

33 cm hoch   1015 Gramm
Sie lebt einfach von ihrer schlank-eleganten Erscheinung.
2500 €


3) Die Perle:

1784   William Brockwell   London

30 cm hoch   798 Gramm
Nur für kurze Zeit zwischen 1775 und 1785 fertigte man Kaffee- und Tee-Utensilien mit dieser aufwändigen Perlen-Verzierung. Zusätzlich hat diese Kanne sehr feine Gravuren und als Familienzeichen einen Greyhound.
2500 €  (nicht mehr verfügbar)



Café au Lait Sets

1934   Thomas Bradbury   Sheffield

18 cm hoch  1148 Gramm
Diese elegante und doch massiv-schwer verarbeitete Café au Lait Set ist Art Deco pur und hat mit Leder ummantelte Griffe.
1500 €

 


1949   Wakely + Wheeler   London

Design A.E. Pittman, Auftrag von Payne + Son, Oxford.
30 cm hoch  2885 Gramm Gesamtgewicht!
4500 €

Es ist schon viele Jahre her - ich finge gerade erst an, etwas ernsthafter zu sammeln und gewöhnte mich erst gaaaaaanz langsam an die Preise für richtig gute Stücke. Und begann auch erst zu verstehen, warum manche Stücke einfach besser und teurer sind. Da sah ich auf der Webseite von Payne + Son in Oxford dieses Café au Lait Service.

Payne + Son mit Ihrem Laden auf der Highstreet in Oxford sind so etwas von vornehm in ihrer 8. Generation seit 1790, dass sie es offensichtlich nicht nötig haben, ihre Ware anzupreisen, sondern nur auszupreisen. Bild, year and maker, Preis (und der war "breathtaking"). Mehr nicht. Keine Größen, keine Gewichte, keine Beschreibungen.

Damit war der Laden für mich erst einmal erledigt. Ich mochte Café au Lait Service schon immer und hatte auch welche, aber die kosteten nicht die Hälfte.
Über Monate betrachtete ich es aber doch hin und wieder und fragte mich, warum die so viel Geld dafür haben wollten. Irgendwann kam ich auf die Idee, mal Payne + Son selbst zu fragen.
Über den sich daraus ergebenden email-Schriftverkehr kann ich heute immer noch kopfschüttelnd staunen.
Ich musste denen jede Information förmlich aus der Nase ziehen. Irgendwie wollten die gar nicht verkaufen. Als ich endlich die Größe und das Gewicht in Erfahrung gebracht hatte (30 cm und fast 3 kg!), da ahnte ich schon, dass es etwas Besonderes sein mußte. Bei einem Besuch in Oxford versicherte mir Judy Payne, dass ihr Vater sich nie getrennt hätte von diesen Kannen.

Von diesem cafe au lait set wurden nur 3 Stück in Handarbeit gefertigt. 2 gingen nach St. Edmund Hall in Oxford, von denen eines über und über mit Inschriften versehen ist. Von den "Unversehrten" gibt es also nur 2. Dieses hier ging an David Morton, als er am Merton College an der University of Oxford war.

Neben der Zeichnung für die Kannen (interessant: 1 Zeichnung für 2 Ausgußformen) habe ich auch die Vereinbarung zwischen Morton und Payne + Sons (eine Art Pachtvertrag).
Das Design ist von A.E. Pittman von Wakely + Wheeler für Payne + Son, die den Auftrag gaben.

Dieses cafe au lait set vereinigt alles, was man an schöner Silberkunst schätzen kann: Tolles Design am Übergang von Art Deco zu Modernismus / post war silver. Handwerk, schwere Top-Qualität und eine Geschichte.

Mit den Jahren habe ich auch ein paar weitere Stück aus der Designserie gefunden.Interessant sind bei diesen Stücken auch die Stempel. Sie zeigen den Namen des Designers, teilweise auch die gravierte Unterschrift von A. E. Pittman. Dahinter steckt das Finanzamt: Nach dem 2. Weltkrieg gab es in England auf neugefertigte Silberwaren eine hohe Luxussteuer. Um die zu umgehen, mußten neue Designs von einer Kommission als "künstlerisch wertvoll" bewertet werden. Dann durften sie in ganz kleiner Stückzahl (meist bis zu 5 Stück) ohne Luxussteuer gefertigt werden. Außerdem mußte die Angabe / Unterschrift des Designers eingraviert werden.

Ich habe lange mit mir gekämpft, ob ich sie abgeben soll. Aber ich habe nun einmal beschlossen, meine geliebte Sammlung exzellenter Kaffeekannen aus Platzgründen aufzulösen. Und dann ist es nun mal so ...