Große Kellen für Suppe, Punsch, Bowle, Glühwein etc.

Hin und wieder werde ich gefragt "Was sammeln Sie eigentlich?"

Zunächst muss ich sagen, dass sammeln für mich jagen bedeutet - nicht horten! Ich kann also auch gut loslassen und wieder verkaufen. Meine erste Sammlung waren Tintenfässer (ink wells) und Schreibtischgarnituren (desk stands). Die sind alle wieder verkauft. Dann kamen Kaffeekannen (fast alle verkauft) und außergewöhnliche Teeservice (viele verkauft).

Momentan habe ich Spaß an exklusiven Holzschatullen und englischen Aquarellen, die mal den Sommer, mal den Winter zeigen.


Und an edlen Servierteilen.

Hier sehen Sie im Muster "Grecian" sowohl Kellen für Suppe/Punsch und Saucen als auch "Streichinstrumente".

Das Servier- / Salatbesteck rechts außen ist schon (verkauft).

Die hochwertige Spargelzange (450 €) kann, wie auch die extrem seltene und sehr aufwändig verzierte breite Servierzange mit Federmechanismus (550 €) als vielseitiges Vorlegebesteck verwendet werden. Von Fleisch und Gemüse bis zu Hefeteilchen.


Nun folgend zeige ich Ihnen meine kleine Sammlung an großen Kellen. Vielseitig zu verwenden. Man kann auch Einbrecher damit in die Flucht schlagen. Stabil genug sind sie allemal.

Gleichzeitig ist es eine Designübersicht. Von vielen Mustern habe ich noch andere Servierteile. Vom Salatbesteck bis zur Spargelzange. Wenn Sie etwas sehen, was Ihnen gefällt: einfach fragen. Wie schon gesagt: ich horte nicht ;-)   ... weshalb auch ein paar Teile schon wieder verkauft sind.

Zunächst die gängigen Muster aus der Spaten (fiddle)-Serie

und die ewig modernen Hanoverian bzw. Old English aus dem 18. Jahrhundert.

Ganz rechts hat sich eine besondere Kelle untergemischt. Ganz klar ein Highlight in jeder Sammlung. Und eine der frühesten Suppenkellen überhaupt. Dazu aus Schottland! Hier wurde von Hugh Gordon in Edinburgh um 1750 die ganz frühe Cannon-Form adoptiert, kombiniert mit dem zeitgenössischen Rattail. Hugh war sowohl Silberschmied, als auch von 1744 bis 1758 als Assay Master der oberste Wächter der Silberreinheit in Edinburgh. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um ein Einzelstück für seinen Privatgebrauch oder als Muster in seiner Werkstatt. Es ist 2x mit seiner Meistermarke gepunzt und wird so nie in den Verkauf gegangen sein.

35 cm, 248 Gramm.    1650 €


Ich mag auch sehr die schweren und doch eleganten Kellen aus dem 19. Jahrhundert. Jeweils um die 33 cm lang und 300 Gramm schwer. Man bekommt oft auch die passenden Bestecke und weitere Servierteile dazu.

Hier zunächst die Designs auf Basis von Old English und Hanoverian:  395 € bis 450 €


Hervorheben möchte ich den Kameraden ganz rechts:

1849   George Adams  London

Design "Hanoverian Thread + Drop" 
300 Gramm bei 33 cm Länge - für schlichtes Design sehr schwer!
Auf der Rückseite crest der Dysart/Tollemacher Family von Helmingham Hall. Nicht graviert, sondern 3-dimensional gegossen!  (private die).
https://en.wikipedia.org/wiki/John_Tollemache,_1st_Baron_Tollemache
395 €

Jetzt folgen die Varianten der Kings-Form.     Preise um die 450 €


Kommen wir nun zur Abteilung

"Außergewöhnlich!".

In diese haben es auch Kellen aus Deutschland geschafft - und sogar eine, die nur VERsilbert ist. (Von WMF gibt es leider so gut wie nichts in massivem Silber.)

Servieren Sie die "Kalte Ente" in der Entenkelle (2. von links) von Herman Friedrich Wilhelm Brückmann aus Hannover, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit Adelszeichen.

36 cm, 239 Gramm.    595 €

Und die Fischsuppe in der "Muschel" (Mitte) aus 800er Silber, Deutschland, mögl. Schleissner + Söhne, um 1900. (verkauft)

Die klassischen Kellenformen sind:

Ganz links aus dem ausgehenden Rococo,

London 1772 von Paul Crespin. 33 cm, 180 Gramm.    495 €

2. von rechts mit ungewöhnlichem, gegossenen Endstück von

William Chawner, London 1821. 33 cm, 175 Gramm.     495 €

Ganz rechts eine wunderschöne, 39 cm lange, versilberte Jugendstil-Kelle.

Artikel Nr 90 im WMF Art Noveau Buch von 1906.    (verkauft)


Den Abschluss macht heute ein goldiges Päarchen aus Frankreich.

2 vergoldete Kellen aus 950er Silber (weitere Fotos und Details folgen noch)