Folgende Schätzchen aus Schottland, Irland und der Provinz stehen zum Verkauf:

Schottland


 1826    Robert Gray   Glasgow

Für mich eines der feinsten Silberwerke, das ich je in Händen hatte!
ca. 27 cm hoch, 973 Gramm, Fassungsvermögen 1,5 Liter.
Eine fast 200 Jahre alte imposante Weinkanne in Top-Zustand!
Da der Griff Hitzestopper hat, kann sie auch als Kaffeekanne genutzt werden. Oder doch besser Glühwein ;-)
3850 € RESERVIERT


ca. 1820   Jamieson & Naughten   Inverness

1 große Suppenkelle (34 cm ) , 2 basting spoons (30 cm) und 2 Servierlöffel (22 cm).
Gesamtgewicht 590 Gramm.
Es ist schon schwierig genug, gute einzelne Servierteile aus der schottischen Provinz zu finden. Ein solches 200 Jahre altes Ensemble - noch dazu mit crest und Motto - in so gutem Zustand, das ist ein Volltreffer! Das schlichte Design Fiddle / Spaten passt außerdem zu fast allem.
Motto und crest gehören der Familie Bethune. Bei Sotheby`s wurden 2 kleine Becher mit diesem crest/Motto verkauft - für 4000 Pfund. Siehe letztes Bild, dort finden Sie Hinweise zur Familie.
1495 €


1870   Mackay, Cunningham + Co   Edinburgh

Teekanne 17 cm hoch, 748 Gramm, Fassungsvermögen 1,3 Liter.
2350 €


1902   David + George Edward   Glasgow 

11 cm hoch, 285 Gramm, Fassungsvermögen 400 ml.
Ein seltener toddy jug im Stile der Zeit von Queen Anne (1701-1714). Im Deckel eingelassen eine Münze von 1711 mit dem Konterfei von Queen Anne. Vielseitig zu nutzendes Kännchen.
650 € RESERVIERT



um 1740   Hugh Gordon   Edinburgh

Ganz klar ein Highlight in jeder musealen Sammlung. Und eine der frühesten Punsch- oder Suppenkellen überhaupt. Dazu aus Schottland.
Zur Einordnung: Diese Kelle stammt aus der Zeit, als die Engländer in der Schlacht bei Culloden den letzten nennswerten Aufstand der Schotten unter Bonnie Prince Charlie niederkämpften.
Bei dieser Kelle wurde die ganz frühe Cannon-Form adoptiert, kombiniert mit dem zeitgenössischen Rattail. Dazu zaghafte Verzierungen wie beim frühen Rococo. Hugh Gordon war sowohl Silberschmied, als auch von 1744 bis 1758 als Assay Master der oberste Wächter der Silberreinheit in Edinburgh. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um ein Einzelstück für seinen Privatgebrauch oder als Muster in seiner Werkstatt. Es ist 2x mit seiner Meistermarke gepunzt und wird so nie in den Verkauf gegangen sein. 35 cm lang, 248 Gramm schwer.   
1650 €


2 weitere Servierteile aus Schottland. Seltene Designs.
Und- selten für Schottland - double struck, also beidseitige Verzierung.

1835   Robert Gray   Glasgow

Basting Spoon mit 33 cm Länge, 193 Gramm Gewicht und ohne crest.
295 €

um 1825   Mitchel + Son   Glasgow

Suppenkelle mit 30 cm Länge, 316 Gramm Gewicht und ohne crest.
495 €


 

Hamilton & Inches  aus Edinburgh
 Gegründet 1866 und auch heute noch stolz aktiv "By Appointment to Her Majesty the Queen", ist das Juweliergeschäft Hamilton & Inches ein gutes Beispiel dafür, wie sich ein ehemals führender Händler von Silberwaren durch Anpassung des Sortiments über die Zeit gerettet hat. Auch, wenn er heute noch Silberwaren anbietet,

https://hamiltonandinches.com/collections/silvertableware

so ist der Anteil am Geschäft sicher zu vernachlässigen. Uhren und Schmuck sind - genau wie z.B. bei Mappin&Webb, die Sie vielleicht schon an großen Flughäfen wahrgenommen haben - heute das Kerngeschäft. Suchen Sie aber gutes antikes Silber aus Schottland, dann werden Sie unter dem Suchbegriff  "Hamilton&Inches" vielleicht fündig.


1896   Hamilton & Inches  Edinburgh

15 cm hoch, 324 Gramm.
 Teedose in Top-Zustand.
695 €


1895   Hamilton & Inches  Edinburgh

49 cm x 32 cm,  1,7 kg Sterling Silber
 Galerie-Tablett in praktischer Größe, z.B. auch für Karaffen und Gläser.
1850 €



Irland

 ca. 1775    John Craig  Dublin

Ein selten feines Paar Saucenkellen mit Laffe in Muschelform.ca. 20 cm lang, 101 Gramm
Ungewöhnlich klare Stempel für John Craig aus Dublin. Ohne date letter, wie bei kleinen Teilen aus dem Irland des 18. Jahrhunderts üblich. Ebenfalls typisch für Irland ist das gebogene Ende des Griffes (der HOOK) um die Kellen aufzuhängen. Das Paar gehörte dem 6. Earl of Drogheda. Interessanter Charakter, der u.a. die Fahne seines Regiments bei Culloden in die Schlacht trug.
https://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Moore,_1st_Marquess_of_Drogheda
550 €


1830   Edward Power  Dublin

Durchmesser 42 cm und 1753 Gramm
2650 €


1830   Robert Smith + Paul Gamble   Dublin

Teekanne 15 cm hoch, 964 Gramm, Fassungsvermögen 1,4 Liter. Gesamtgewicht 1,8 kg.
2500 €



1818 - 1847   William Cummings, Samuel Neville u.a.   Dublin 

Besteck für 12 Personen / 60 Teile im Design "Fiddle / Spaten" (Messer nach Absprache)

Dieses alte Besteck ist etwas Besonderes - in mehrfacher Hinsicht. 

3600 €

 Altes Silber aus Irland ist sehr selten und man muss es immer vor dem gesellschaftlichen Hintergrund betrachten. Gerade die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war hart. Das Land gehörte seit 1541 praktisch den Engländern. Den adligen Besatzern, die nur kleine Parzellen an die Landbevölkerung verpachteten. Diese mußten ihre Familien oft einseitig mit Kartoffeln ernähren, während Getreide und Fleisch nach England verschifft wurden. Selbst dann, als bei der durch die Kartoffelfäule ausgelösten großen Hungersnot alleine von 1845 von 1849 rund 1 Mio Menschen verhungerten. Nach meiner Beobachtung kann man die irischen Silberwaren aus der Zeit in 3 unterschiedlich große Gruppen aufteilen.

  • Silber nach Londoner Qualitätsstandard für den englischen Adel, oft importiert von / gefertigt für / punziert für den führenden Juwelier West in Dublin. Auch Besteck ließ dieser durchaus in London u.a. bei Chawner + Co / George Adams fertigen.
  • Silber aus einer der wenigen aktiven irischen, i.d.R. Dubliner Silberschmieden - als hochwertige Auftragsarbeit für den Adel. Das Geld des Sponsors, verbunden mit dem offensichtlichen Ehrgeiz der irischen Schmiede, etwas Besonderes abzuliefern (vielleicht sogar im Wettbewerb mit London) - diese Kombination hat nicht viel an Menge, aber fast immer Großes an Qualität mit pfiffigem Design geschaffen.
  • Eigenständiges irisches Design für "alltägliches" Tafelsilber (vor allem später der Celtic Style) oder zumindest eine erkennbare Abgrenzung zu London. Wie bei diesem Besteck.

Sie sehen es rechts im Bild! Im direkten Vergleich mit der Londoner Standardform (links) von Chawner + Co / George Adams. Der Ire ist aus meiner Sicht deutlich eleganter durch die länglichere und spitz zulaufende Laffe, den schlankeren konkaven Griffen, den ebenfalls leicht schmaleren/längeren Endstücken und den längeren Teelöffeln. So kommt das Besteck leichtfüßiger daher - auch mit rund 15 % weniger Gewicht. Trotzdem wiegen die 60 Teile noch über 2,5 kg Sterling Silber.

Ein sog. "straight" Besteck aus einer irischen Werkstatt aus dieser Zeit ist nicht unmöglich zu finden - aber so gut wie. Schon für eine Reihe von 12 Teilen (wie bei diesem Besteck die 12 Dessert Gabeln, alle von William Cummins, Dublin 1825) werden hohe Preise gefordert.
Dieses Service hier ist außergewöhnlich gut "assembled", also zusammengestellt aus Bestecken verschiedener Werkstätten. Sie erkennen das auf den folgenden Bildern.
Und das alles bekommen Sie für nur 60 € pro Teil!

 
 

1969     Royal Irish Silversmiths   Dublin

Teekanne ca. 16 cm hoch, 813 Gramm und 1 Liter Fassungsvermögen. Gesamtgewicht 1,4 kg!

Die RIS haben in den 1960er und 70er Jahren in Dublin erstklassige Neuauflagen von Designs des frühen 18. JH gefertigt. Immer Top-Qualität! Offensichtlich nie benutzt. Neuwertiger Zustand.

1275 €



1970     Royal Irish Silversmiths   Dublin

Naturalistisch gestaltete Schale mit einem Durchmesser von 25 cm und 387 Gramm.

395 €

 

 

um 1870    Rosewood / Tunbridge Ware    Muckross Abbey

30 cm lang, 17 cm hoch, 15 cm tief

Aufwändig gearbeitete Tee-Schatulle mit 2 Teedosen und 1 Zuckerschale. Muckross House und Muckross Abbey bei Killarney im Südwesten Irlands sind vielbesuchte Sehenswürdigkeiten. Aber den Begriff "überlaufen" kann man - wenn nicht ausgerechnet bei Ihrem Besuch 3 Busse Chinesen ankommen - für Irland grundsätzlich vernachlässigen. Auf jeden Fall sehenswert!

 950 €

 

Sonstige Provinz


1784    Langlands + Robertson    Newcastle

33,5 cm hoch und 1015 Gramm schwer.

Eine provinzielle, große und elegante Kaffeekanne in sehr guter Qualität und Zustand.

 1950 €

 


1938    William Sorley + William Steele   Chester

30 x 30 cm und 1201 Gramm schwer.

Die Form dieses Tabletts ist sicher nicht typisch provinziell, sondern ein verbreiteter Klassiker seit dem frühen 18. Jahrhundert. Interessant ist - neben der tollen Qualität - dass der führende Glasgower Silberschmied Sorley eine Filiale in der Provinz unterhielt - nicht in London - und das Tablett deshalb in Chester gestempelt wurde. Das Assay Office dort wurde 1962 geschlossen.
895 €

 

Kaum etwas gibt die Stimmung der Regionen so gut wieder wie ein altes Gemälde. Stöbern Sie auch mal in der Rubrik "Gemälde"!

 

1914    David Bates (1840-1921)    Wales

Dieses Aquarell zeigt "On Pencraig Moor, Betws-y-Coed"
im Snowdonia Nationalpark im Norden von Wales.
ca.74 x 57 cm
Es ist signiert und datiert, in Top-Zustand mit kräftigen Farben.
Mit Museumsglas! Rahmen in sehr gutem Zustand. Wandfertig.
 1150 €


 

1861    John Henry Mole (1814-1886)    England / Devon

Dieses Aquarell zeigt "2 children on coastal path in Devon".
ca.73 x 56 cm
Es ist signiert und datiert, in Top-Zustand mit kräftigen Farben.
Mit Museumsglas! Rahmen in sehr gutem Zustand. Wandfertig.

 1350 €